Der Tag der Demokratie ist für die Stadt Plauen der 7. Oktober. Dabei erinnert sie an die Friedliche Revolution vor 37 Jahren als zehntausende Menschen in Plauen gegen das DDR-Regime auf die Straße gegangen sind. Auch heute und morgen steht in Plauen alles im Zeichen der Demokratie.
In der Galerie Forum K finden zwei Lesungen unter dem Motto „Demokratie (k)eine Selbstverständlichkeit?!“ statt. Es soll um persönliche Erfahrungen, gesellschaftliche Umbrüche und unterschiedliche Perspektiven auf die Zeit um 1989/1990 gehen, heißt es aus dem Rathaus – also die Wendezeit.
Heute Abend liest Nadja Klier aus ihrem Buch „1988 – Wilde Jugend“. Darin erzählt sie von ihrem Leben in Ost-Berlin, ihrer Ausbürgerung und wie sie ihr bisheriges Lebensumfeld verliert. Morgen lesen Anna Lux und Jonas Brückner dann aus „NEON/GRAU“.
Beide Veranstaltungen beginnen um 19 Uhr und können kostenfrei besucht werden. Aufgrund der begrenzten Platzanzahl wird um Voranmeldung per Mail an kulturreferat@plauen.de gebeten.
Den Auftakt macht am 8. Oktober Nadja Klier mit einer Lesung aus ihrem Buch „1988 – Wilde Jugend“. Darin erzählt sie von ihrem Leben in Ost-Berlin, ihrer Ausbürgerung mit 15 Jahren und dem damit verbundenen Verlust ihres bisherigen Lebensumfelds. Auch die Frage, wie die Rückkehr in das frühere Leben nach dem Fall der Mauer gelingen kann, spielt eine zentrale Rolle.
Am 9. Oktober lesen Anna Lux und Jonas Brückner aus „NEON/GRAU“. Das Buch verbindet unterschiedliche Geschichten über 1989/1990 und die ostdeutsche Gesellschaft. Thematisiert werden unter anderem Freiheiten und Verluste, Zugehörigkeit und Ausgrenzung, Jugend und Gewalt sowie Erfahrungen in ländlichen Räumen. Anna Lux ist Historikerin und beschäftigt sich mit dem Umbruch seit 1989/1990 und populärer Geschichtskultur. Jonas Brückner ist Kulturwissenschaftler mit Schwerpunkten unter anderem in Geschlechtergeschichte, Populär- und Erinnerungskulturen.
Die Moderation übernimmt an beiden Abenden Dr. Alexander Müller.
Die Veranstaltungen werden durch den Sächsischen Landesbeauftragten zur Aufarbeitung der SED-Diktatur unterstützt. Die Maßnahme wird mitfinanziert mit Steuermitteln auf der Grundlage des vom Sächsischen Landtag beschlossenen Haushalts.