Fußball-Nationalmannschaft

Darum muss Urbig gegen Curaçao auf der Tribüne sitzen

14. Juni 2026 , 06:34 Uhr

Alle Ersatzspieler sitzen auf der Bank, nur Jonas Urbig darf das nicht. Was den jungen Torwart von anderen DFB-Stars unterscheidet und welche FIFA-Regel ihm noch WM-Minuten bescheren könnte.

Beim Training in Winston-Salem ist Jonas Urbig immer in der Torwart-Trainingsgruppe um Manuel Neuer dabei. Beim WM-Start der Fußball-Nationalmannschaft gegen Curaçao muss der Schlussmann des FC Bayern München in Houston jedoch abseits der Kollegen auf der Tribüne sitzen. 

Während die Reserve-Keeper Oliver Baumann und Alexander Nübel mit den weiteren 13 Ersatzspielern des offiziellen DFB-Aufgebots am Abend (19.00 Uhr/ARD und MagentaTV) auf der Bank Platz nehmen und erstmals mit der Startelf bei den Nationalhymnen am Mittelkreis stehen dürfen, wird nun die besondere Rolle Urbigs im deutschen WM-Team deutlich. 

Bundestrainer Julian Nagelsmann hat den 22-Jährigen als Trainingstorwart zusätzlich zum 26 Spieler umfassenden Kader mit in die USA genommen. Er gehört zwar zur DFB-Delegation, aber nicht zum Kreis der von der FIFA registrierten WM-Spieler. Daher sitzt der Bayern-Keeper während der Spiele nicht beim Team. Er kann auch derzeit nicht zum Einsatz kommen. 

WM-Einsatz nicht ausgeschlossen

Ein WM-Debüt ist für Urbig, der noch ohne Länderspiel ist, dennoch möglich. Laut FIFA-Regularien dürfen Torhüter auch im Turnierverlauf nachnominiert werden, sofern sich ein anderer Schlussmann so schwer verletzt, dass er nicht mehr zum Einsatz kommen kann. 

Sollte also etwa die Wadenverletzung von Comeback-Torwart Neuer wieder aufbrechen und der deutsche Rekordschlussmann nicht mehr spielen können, stünde Urbig als Ersatzmann bereits – wie zuletzt auch beim FC Bayern. Auch für Baumann und Nübel könnte Urbig bei Verletzungen in den offiziellen Kader aufrücken.

Neue Feldspieler gibt es nicht mehr 

Das unterscheidet ihn von Feldspielern. Nachnominierungen sind hier für Nagelsmann nicht mehr möglich. Die Frist lief 24 Stunden vor dem Anpfiff des Curaçao-Spiels ab. Der Leipziger Assan Ouedraogo konnte in der vergangenen Woche noch für den verletzten Bayern-Jungstar Lennart Karl nachträglich ins deutsche WM-Team berufen werden.

Quelle: dpa

 

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