Blühende Vielfalt – Wie Hülsenfrüchte die Biodiversität fördern

26. Januar 2026 , 05:53 Uhr

Internationalen Tag der Hülsenfrüchte am 10. Februar
Ackerbohne, Körnererbse, Süßlupine oder Sojabohne – sie alle gehören zu den Hülsenfrüchten und sind wahre Alleskönner. Sie liefern wertvolles pflanzliches Eiweiß, schützen das Klima – und fördern sogar die Artenvielfalt.

Mehr Bodenfruchtbarkeit und Insektenvielfalt durch Hülsenfrüchte

Blühende Vielfalt auf dem Acker – das schaffen Hülsenfrüchte. Ihre tiefen Wurzeln lockern den Boden, verbessern die Struktur und bieten Lebensraum für viele Bodenorganismen. Dr. Moritz Reckling vom Leibniz-Zentrum für Agrarlandschaftsforschung erklärt: “Hülsenfrüchte sind sehr relevant für die Bodenfruchtbarkeit. Sie haben sehr schöne Feinwurzeln, schließen Nährstoffe auf, hinterlassen auch sehr viel Stickstoff für die Folgekulturen, das ist ein sehr wichtiger Nährstoff, und erhöhen auch die Bodenfruchtbarkeit durch die Förderung von Mikroorganismen.”

Und auch über der Erde tun Hülsenfrüchte Gutes, ergänzt Dr. Moritz Reckling: “Hülsenfrüchte bieten ein reiches Angebot an Blüten für die Insekten. Sie blühen zu einem Zeitpunkt, wo viele andere Pflanzen in der Agrarlandschaft nicht mehr blühen und damit fördern sie in großem Maße die Insektenvielfalt in unserer Landschaft.”

Hülsenfrüchte: Motoren für eine lebendige Agrarlandschaft

Doch nicht nur das: Durch ihre Fähigkeit, Stickstoff aus der Bodenluft zu binden, sparen Hülsenfrüchte Dünger und schonen die Umwelt, unterstreicht Dr. Moritz Reckling: “Das reduziert sehr stark die Treibhausgasemissionen, die vom Boden ausgehen, aber auch die Düngemittelherstellung wird dadurch natürlich reduziert und das trägt zum Klimaschutz bei und insgesamt zur Erhöhung der Nachhaltigkeit unserer Agrarlandschaft.”

Hülsenfrüchte sind also mehr als nur gesunde Eiweißlieferanten – sie sind Motoren für eine lebendige Agrarlandschaft. Mehr Infos zur EU-kofinanzierten Kampagne „Die Vier von hier – Körnerleguminosen aus Europa für eine nachhaltige Ernährung“ gibt’s auf www.dieviervonhier.eu.

Ein Beitrag erstellt in Zusammenarbeit mit der UFOP Union zur Förderung von Oel- und Proteinpflanzen e.V.

Weiterführende Informationen

finden Sie unter www.dieviervonhier.eu

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