Bierpreisdiskussion: Auch regionale Brauer spüren Dumping-Preise

08. August 2024 , 05:04 Uhr
Oberfranken ist die Region mit der weltweit größten Brauereidichte. Bier ist hier also auch ein Kulturgut. Doch ist das Bier zu billig? Ja, sagt der Hallerndorfer Braumeister und Präsident der privaten Brauereien, Georg Rittmayer, gegenüber Radio Euroherz:
Wo liegt die Wertschätzung für das Produkt, wenn eine Kiste Bier für unter 10 Euro zu haben ist? Wir als mittelständische Privatwirtschaft verwenden regionale Rohstoffe. In unseren Betrieben haben wir viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die mit viel Knowhow und Herzblut unser Bier herstellen.

Für Rittmayer wäre ein Preis von mindestens 20 Euro pro Kasten fair. So würde die Arbeit der Brauer nicht verramscht, sondern wertgeschätzt. Handelsaktionen mit Dumpingpreisen machen es den kleinen und mittleren privaten, regionalen Brauereien allerdings schwer mitzuhalten, so Rittmayer weiter.

Ein fairer Wert muss einem fairen handwerklichen Artikel gegenüberstehen. Das sagt Richard Hopf, Braumeister und Geschäftsführer der Lang-Bräu Schönbrunn zur aktuellen Diskussion. Diese Dumpingpreis-Verkäufe machen aber auch unseren regionalen Brauereien zu schaffen. Richard Hopf führt das auf den Einzelhandel zurück. Unterschwellig werde hier kommuniziert, dass diese Angebotspreise quasi dem Normalpreis für einen Kasten Bier entsprechen. Dieser Preis liege etwa 50 Prozent unter der Grenze, bei der unsere Brauereien langfristig nachhaltig arbeiten könnten, so Hopf weiter.

 

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