Nach Eskalation im Nahen Osten

Bericht: Keine Formel-1-Rennen in Bahrain und Saudi-Arabien

13. März 2026 , 16:23 Uhr

Die Formel 1 fährt seit Anfang der 2000er Jahre im Nahen Osten. Der Iran-Krieg trifft nun auch die Königsklasse des Motorsports. Zwei WM-Läufe sollen gestrichen werden.

Nach der militärischen Eskalation im Nahen Osten sagt die Formel 1 nach Informationen des Pay-TV-Senders Sky die beiden Grand Prix in Bahrain und Saudi-Arabien ab. Wie es auf der Internetseite des Senders heißt, streicht die Königsklasse des Motorsports die für den 12. und 19. April angesetzten Rennen aus ihrem Kalender. Ersatztermine wird es in diesem Jahr demnach nicht geben. Eine Bestätigung für diese Pläne steht noch aus, aber Sky ist als Rechtehalter besonders gut informiert.

In Bahrain und Saudi-Arabien hätten der vierte und fünfte Grand Prix dieser Saison stattfinden sollen. Der Rennkalender wird damit eingedampft und umfasst nur noch 22 statt 24 Veranstaltungen. Der April ist nun Formel-1-frei, gefahren wird offenbar erst wieder am 3. Mai in Miami.

Keine Reifentests in Bahrain

Am Morgen des 28. Februar hatten Israel und die Vereinigten Staaten den Iran angegriffen. In der Folge attackierte die Führung in Teheran Israel sowie mehrere US-Militärstützpunkte in der Region. Die arabischen Golfstaaten beheimaten gemeinsam Tausende US-Truppen.

In Bahrain, wo seit 2004 in Sakhir gefahren wird, hatte die Formel 1 in dieser Saison noch zwei Tests veranstaltet. Ende Februar wurden aber die zweitägigen Reifentests von Pirelli gestrichen. Die geplante Veranstaltung auf dem Bahrain International Circuit musste «aufgrund der sich verschärfenden internationalen Lage aus Sicherheitsgründen» abgesagt werden.

Das Auftaktrennen in Melbourne konnte am vergangenen Sonntag wie geplant über die Bühne gehen. Auch wenn Hunderte Mitarbeiter rund um die Formel 1 wegen der zunächst gesperrten Lufträume im Nahen Osten ihre Pläne ändern mussten und auf andere Reiserouten auswichen. 

An diesem Sonntag (8.00 Uhr/Sky) steht der Große Preis von China in Shanghai auf dem Programm, zwei Wochen später wird noch auf dem Traditionskurs im japanischen Suzuka gefahren, ehe es nun eine ungewollt lange Pause gibt.

Weitere Rennen in Katar und Abu Dhabi geplant

Die Formel 1 will in diesem Jahr aber noch in den Nahen Osten zurückkehren. Katar am 29. November und traditionell als Schlusspunkt Abu Dhabi am 6. Dezember sollen das Königsklassen-Jahr beschließen.

Quelle: dpa

 

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