Saisonstart der Bundesliga

Bayern heiß auf Basketball-Revanche - Alba hält Starspieler

17. September 2026 , 09:25 Uhr

Bayern gegen Alba - das Dauerduell wird auch die neue Saison bei den Basketballern prägen. Nach einer titellosen Saison gibt es in München nur ein Ziel.

Titeldruck in München, Meisterwunsch in Berlin: Die beiden deutschen Basketball-Schwergewichte gehen wieder einmal als große Favoriten in die Bundesliga-Saison. Doch die Erwartungen sind bei den zwei Topclubs vor dem Spiel von Alba gegen die Niners Chemnitz ziemlich unterschiedlich.

Während die Bosse in München unmissverständlich klargemacht haben, dass sie eine weitere titellose Saison nicht dulden werden, freuen sie sich in Berlin erst einmal auf den Saisonauftakt an diesem Freitag (20.00 Uhr/Dyn) in eigener Halle.

Dann wird während der «Trophy Night» in der Uber Arena das Meisterbanner unter der Hallendecke angebracht. Und noch einmal werden sie bei Alba an diese unglaubliche Finalserie denken, in der die Berliner im fünften und entscheidenden Finale in München einen 20-Punkte-Rückstand wettmachten und völlig überraschend die Meisterschaft gewannen.

Alba hält Leistungsträger

«Das, was uns letzte Saison stark gemacht hat, müssen wir in unsere DNA aufnehmen», sagte Alba-Geschäftsführer Marco Baldi und meinte damit vor allem den Teamspirit. Umso wichtiger, dass es den Berlinern gelungen ist, die Korsettstangen des Kaders zu halten. 

Mit den Leistungsträgern Martin Hermannsson und Justin Bean wurde verlängert. Und auch Deutschlands Point-Guard-Juwel Jack Kayil spielt weiter in der Hauptstadt, obwohl er von den New York Knicks beim NBA-Draft gezogen wurde.

Doch weil der 20-Jährige keinen garantierten Vertrag bekam und sie beim NBA-Champion aktuell noch keine Verwendung für ihn haben, kehrte Kayil zu Alba zurück. In Hermannsson und Kayil verfügt der Titelverteidiger damit über das wohl beste Aufbauspieler-Duo der Liga.

Doch Druck machen sie sich in Berlin trotz der Rolle des Titelverteidigers nicht. «Wir dürfen das nicht als Normalität nehmen. Deshalb gibt es für uns auch nichts zu verteidigen», sagte Aufsichtsrat Axel Schweitzer.

Klare Ansage bei den Bayern

In München ist die Herangehensweise eine ganz andere. Die Bayern haben nichts zu verteidigen, weil sie in der vergangenen Saison in allen drei Wettbewerben enttäuschten. Dass das nicht dem Anspruch der so erfolgsverwöhnten Bayern entspricht, machten die Bosse vor dem brisanten Saisonstart gegen die Bamberg Baskets an diesem Sonntag (18.00 Uhr) deutlich.

«Es muss so sein, dass wir deutscher Meister werden», sagte Präsident Herbert Hainer klipp und klar. Vereinspatron und Basketball-Förderer Uli Hoeneß assistierte und stellte die Charakterfrage: «Da muss sich was ändern.»

Hoffnung auf altes Ulm-Duo

In der vergangenen Saison stand bis zum Ende keine geschlossene Einheit auf dem Parkett. Vor allem das sollen der neue Trainer Anton Gavel und der ebenfalls neue Sportdirektor Thorsten Leibenath ändern. Das Duo führte ratiopharm Ulm vor drei Jahren sensationell zur Meisterschaft. Nun soll es auch in München dafür sorgen, dass sich der Trophäenschrank wieder füllt.

«Wir haben die Mannschaft auch entsprechend noch einmal aufgerüstet mit neuen Spielern», erinnerte Hainer. Geholt wurden unter anderem Welt- und Europameister Johannes Thiemann sowie die Ex-NBA-Profis Duane Washington, Miles Norris und MarJon Beauchamp. Star-Aufbauspieler Rokas Jokubaitis steht nach einem Jahr Verletzungspause vor seinem Bayern-Debüt.

Wie gut ist der Rest der Liga?

Bayern gegen Alba – auf dieses Duell wird es in der neuen Saison wieder hinauslaufen. Denn hinter dem Top-Duo klafft eine Lücke. Dass insgesamt zwölf Teams international spielen, bedeutet nicht, dass das Niveau der Liga in den vergangenen Jahren auf unfassbare Art und Weise gestiegen ist. 

Vielmehr sorgen größere finanzielle Möglichkeiten in anderen europäischen Ligen sowie hohe Geldsummen an den US-Colleges dafür, dass zahlreiche spannende Spieler die BBL verlassen haben.

Quelle: dpa

 

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