Bahnstreckensperren zwischen Pegnitz und Hersbruck: Katastrophe wäre vermeidbar gewesen

20. September 2025 , 08:05 Uhr

Reisende und Pendler aus Hof, Marktredwitz und Bayreuth müssen mit vielen Verspätungen rechnen, wenn sie mit der Bahn nach Nürnberg wollen. Seit der Nacht auf Freitag ist die Strecke zwischen Pegnitz und Hersbruck für den Personen- und Güterverkehr vollständig gesperrt. Der Grund dafür sind die maroden Brücken am oberen Pegnitztal, die man jetzt gänzlich nicht mehr befahren kann. Wie lange die Sperrung anhalten wird, ist laut Deutscher Bahn noch unklar. Eine Zumutung für Pendler und Reisende aus der Region, meint der Leiter der Geschäftsstelle Bahnelektrifizierung Bayern und Sachsen, Patrick Leitl:

Wir müssen hier endlich was machen. Es ist nicht deutlicher als das, was wir jetzt haben, diese verkehrliche Katastrophe. Dass hier jahrelang nichts gemacht wurde, verschleppt wurde. Wir müssen jetzt grundlegend sanieren, und in dem Zusammenhang wäre es sinnvoll, auch gleich zu elektrifizieren und nicht dann in ein paar Jahren die nächste Baustelle zu machen.

Die Franken-Sachsen-Magistrale gehört zu den wichtigsten Verbindungen Frankens, dennoch haben Bund und DB zukunftsorientierte Sanierung versäumt, erklärt Leitl. Auch der Vizepräsident der IHK Oberfranken Bayreuth, Jörg Lichtenegger macht deutlich, dass sich die Jahrzehnte des Zögerns jetzt rächen, denn die Notlage sei vermeidbar gewesen. Schmerzlich sei es allerdings, dass die ganze Region nun den Preis für die Versäumnisse zahlen müsse.

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