Nach 75 Jahren endet in Hof die Geschichte des Brautmoden-Herstellers Kleemeier. Wie die Frankenpost berichtet, schließt Kleemeier Ende März. Gründe für das Aus sind demnach veränderte Hochzeitstrends, massive Umsatzeinbrüche, Rabattschlachten in der Branche und die Folgen der Corona-Pandemie. Viele Paare feiern heute kleiner – oft ohne große Feier oder kirchliche Trauung, heißt es. In sechs Wochen wird demnach auch der Firmensitz in der Rauschenbachstraße in Hof übergeben. Dort sollen künftig die Zulassungs- und Führerscheinstelle der Stadt Hof ein ziehen. Das Familienunternehmen Kleemeier war zeitweise einer der größten Produzenten von Brautkleidern und Dessous in Deutschland – mit bis zu 260 Mitarbeitenden und jährlich 80.000 Kleidern und 165.000 Dessous-Teilen. Zuletzt wurden die restlichen 2.000 Brautkleider und 70.000 Dessous aus dem Lager für einen Bruchteil des Werts verkauft.