Kommunalwahl

Augsburgs Rathauschefin Weber muss wieder in Stichwahl

08. März 2026 , 23:52 Uhr

CSU-Oberbürgermeisterin Weber verpasst im ersten Wahlgang die absolute Mehrheit sehr deutlich. Nun muss sie sich erneut in einer Stichwahl gegen den SPD-Kandidaten behaupten.

Die Augsburger Oberbürgermeisterin Eva Weber (CSU) muss ihren Posten in der Stichwahl gegen den SPD-Bewerber Florian Freund verteidigen. Wie die Stadt zum vorläufigen Ergebnis mitteilte, kam Weber im ersten Wahlgang auf 34,0 Prozent der Stimmen, Freund lag mit 19,9 Prozent auf dem zweiten Platz.

Dahinter kamen die Grünen-Kandidatin Martina Wild mit 16,4 Prozent und der AfD-Bewerber Andreas Jurca mit 12,4 Prozent. Die sechs weiteren Kandidaten blieben alle deutlich im einstelligen Prozentbereich und spielten keine Rolle. Die Wahlbeteiligung lag in Bayern drittgrößter Stadt bei 51,8 Prozent, rund 213.000 Bürgerinnen und Bürger waren wahlberechtigt.

Aktuelles Rathaus-Spitzenduo muss Einbußen hinnehmen

Weber strebt ihre zweite Amtszeit an. Im Jahr 2020 musste sie ebenfalls gegen den damaligen SPD-Kandidaten in die Stichwahl. Damals hatte sie mit 43,1 Prozent allerdings ein deutlich besseres Ergebnis im ersten Durchgang.

In den vergangenen sechs Jahren hat im Augsburger Rathaus eine Koalition von CSU und Grünen regiert. Die Grünen-Bewerberin Wild ist als Zweite Bürgermeisterin Webers Stellvertreterin und verantwortet unter anderem die Schulpolitik. Sie hatte gehofft, dass sie durch ihr hervorgehobenes Amt bei der OB-Wahl einen Bonus hat und es in die Stichwahl schafft. Doch wie bereits 2020 musste sie sich mit dem dritten Platz begnügen, wobei sie sogar noch 2,1 Prozentpunkte einbüßte.

Rathauskoalition verliert Mehrheit

Nach einem ersten Ergebnis der Stadtratswahl hat die schwarz-grüne Koalition in Augsburg ihre Mehrheit verloren. Demnach kam die CSU als stärkste Partei auf 27,2 Prozent (2020: 32,3 Prozent). Zweitstärkste Kraft wurde die AfD mit 17,4 Prozent (6,6 Prozent). Die Grünen landeten bei 16,4 Prozent (23,4 Prozent), die SPD bei 13,0 Prozent (14,3 Prozent). 

Bei dieser sogenannten Trendwahl-Auszählung wurden aber noch keine Stimmzettel berücksichtigt, bei denen die Wählerinnen und Wähler die Stimmen über mehrere Listen verteilt hatten. Die Auszählung dieser Wahlzettel wird noch dauern, das Stadtrats-Endergebnis wird daher erst Montag oder Dienstag erwartet.

Quelle: dpa

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