Auch im Landkreis Tirschenreuth: Polizei warnt vor Callcenter-Betrügern

12. August 2026 , 14:29 Uhr

Immer wieder berichten wir von Callcentern, die mit verschiedenen Betrugsmaschen versuchen, vor allem älteren Menschen das Geld aus der Tasche zu ziehen. Seit dem Nachmittag häufen sich solche betrügerischen Anrufe wieder in der Oberpfalz, auch im Landkreis Tirschenreuth. Die Polizei warnt ausdrücklich davor und rät immer aufzulegen.

Der Enkeltrick hat sich mittlerweile rumgesprochen. Deshalb versuchen es Betrüger seit einigen Jahren mit einer abgewandelten Masche: Neben einem verzweifelten Angehörigen führt auch ein vermeintlicher Polizist oder Staatsanwalt das Gespräch und behauptet, dass ein Sohn oder eine Tochter einen tödlichen Unfall verursacht hat. Nur durch eine Kaution entkomme die Person dem Gefängnis. Diese Masche setzen auch russischsprachige Täter um. Falsche Polizisten behaupten außerdem, dass sie Wertgegenstände vor vermeintlichen Einbrüchen schützen und abholen müssten. Falsche Ärzte oder Klinikmitarbeiter geben vor, dass ein Angehöriger eine teure, lebensrettende Behandlung brauche. Falsche Bankmitarbeiter lassen außerdem die Bankkarten mit PIN ihrer Opfer abholen und heben dann Geld ab.

Tipps der Polizei gegen Callcenter-Betrüger und falsche Polizisten:

• Legt sofort auf, wählt selbstständig die 110 und fragt bei der Polizei nach, ob die angegebenen Informationen des Telefonats richtig sind.
• Die Polizei fordert niemals Bargeld, Schmuck oder andere Wertgegenstände von euch.
• Übergebt niemals Geld oder Wertgegenstände an Fremde – auch nicht an Personen, die sich als Polizisten ausgeben.
• Bankmitarbeiter werden nie an der Haustür nach Bankkarten und PINs fragen. Gebt eure Bankkarte und insbesondere eure PIN niemals an unbekannte Personen weiter.
• Lasst euch nicht unter Druck setzen, auch nicht durch Polizisten oder andere Amtsträger.
• Ruft niemals über die am Telefon angezeigte Nummer zurück! Die Täter nutzen die sogenannte Call-ID-Spoofing-Technik, um falsche Nummern anzuzeigen. Die 110 erscheint bei echten Polizeianrufen niemals im Display (auch nicht mit Vorwahl).
• Vereinbart mit euren Angehörigen oder engen Kontaktpersonen ein persönliches Codewort, das nur euch bekannt ist. So könnt ihr im Ernstfall echte Notrufe von Betrugsversuchen unterscheiden.
• Lasst euren Telefonbucheintrag löschen oder zumindest den Vornamen und die Adresse entfernen. Wendet euch dafür an euren Telefonanbieter. Ein Formular und Kontaktadressen findet ihr unter: https://www.polizei-beratung.de/themen-und-tipps/betrug/enkeltrick/

Das könnte Dich auch interessieren

21.09.2026 Vogtlandbibliothek in Plauen: Leseherbst startet Junge Menschen fürs Lesen begeistern – das will die Vogtlandbibliothek mit ihrem Leseherbst. Ab heute können sich Schülerinnen und Schüler dafür anmelden. Bis zum 6. November können sich Erst- und Zweiklässler mindestens ein Buch aussuchen, Schüler ab der dritten Klasse lesen mindestens drei Bücher. Bei der Rückgabe gibt es einen kleinen Lesetest. Wer die Aufgaben 21.09.2026 Über 30 Anrufe in ganz Oberfranken: Polizei gibt Tipps zum Schutz gegen Trickbetrüger Die Bankkarte angeblich gesperrt, der falsche Polizeibeamte am Telefon oder ein schwer kranker Angehöriger, der eine teure medizinische Behandlung benötigt. In diesem Fall eine Chemotherapie in der Schweiz: Mit diesen Tricks versuchen Anrufer heute wieder vermehrt an euer Geld zu kommen. Die Polizei zählt allein heute mehr als 30 betrügerische Anrufe, wie sie schreibt. Der 21.09.2026 Neue Ausstellung: Erich-Ohser-Haus in Plauen diese Woche geschlossen Ins Kunstmuseum Galerie e.o.plauen kommt ihr in dieser Woche nicht. Grund sind Umbauarbeiten für die neue Ausstellung. Die heißt „IN MOTION. Mobilität und Fortbewegung in den Werken von Erich Ohser“. Sie zeigt, wie technische Entwicklungen den Künstler beeinflusst haben. Dazu öffnet das Erich-Ohser-Haus seine große Sammlung. Außerdem stellt der Berliner Comic-Künstler Jens Harder aus, der 21.09.2026 Geschichtscamp in Plauen: Schüler erhalten Einblick in DDR-Geschichte Der Geschichtsunterricht in der Schule ist für viele junge Menschen oft langweilig und trocken. Spannender ist es, wenn sich die Jugendlichen historische Orte selbst anschauen oder mit Zeitzeugen sprechen können. Genau die Möglichkeit gibt’s beim Geschichtscamp in Plauen. In dieser Woche sind dazu verschiedene Workshops geplant. Die Jugendlichen bekommen zum Beispiel Einblicke in Stasi-Akten, lernen