Wir brauchen ihn zum Kochen, Arbeiten, damit das Internet läuft, eigentlich für alles im Alltag: Strom. Doch wer seine Rechnungen länger nicht zahlen kann, dem wird der Strom gesperrt. Zwischen 200 bis 300 Sperren sind es durch die Hofer Stadtwerke im Jahr, rechnet die Linke im Hofer Stadtrat vor. Sie fordert in einem Antrag, Energiesperren für Privathaushalte grundsätzlich zu lassen. Der Entzug jeglicher Art von Energie treffe vor allem Menschen mit geringem Einkommen und dann gegebenenfalls auch Kinder, heißt es in einem Schreiben. Die Linke bringt ein zinsfreies Darlehen ins Spiel mit dem Betroffene Abschlags- oder Nachzahlungen begleichen könnten. Stadt, Stadtwerke oder regionale Banken könnten das gewähren, so der Vorschlag. Den Antrag behandelt der Stadtrat am Abend in seiner letzten Sitzung in der alten Konstellation. Auch Oberbürgermeisterin Eva Döhla leitet die Sitzung zum letzten Mal. Im Mai übernimmt ihr Nachfolger Stefan Schmalfuß.