Drohnenkrieg

Drohnen setzten russische Öldepots und Raffinerie in Brand

10. Juli 2026 , 15:29 Uhr

Das russische Militär meldet den Abschuss von 370 ukrainischen Drohnen in der Nacht. Ölanlagen im Süden des Landes brennen trotzdem. Einmal mehr setzen die Ukrainer empfindliche Nadelstiche.

Die Ukraine hat in der Nacht mit Drohnen eine Raffinerie und mehrere Öldepots im Süden Russlands angegriffen und beschädigt. Einmal mehr gab es einen Brand in der Raffinerie von Ilski südwestlich von Krasnodar, wie der Krisenstab der Region mitteilte. Menschen seien bei dem Angriff nicht zu Schaden gekommen, heißt es in der Mitteilung. Die Raffinerie ist eine der am häufigsten attackierten Ölanlagen in Russland. Ukrainische Drohnen haben sie bereits mehr als ein Dutzend Mal angegriffen.

Auch in der Region Rostow gibt es erneut Schäden an Ölanlagen. In der Stadt Asow seien zwei Objekte zur Lagerung von Öl und ein Verwaltungsgebäude in Brand geraten, teilte der Rostower Gouverneur Juri Sljussar bei Telegram mit. In der Großstadt Taganrog geriet der Hafen unter Beschuss. Die Löscharbeiten liefen, schrieb Sljussar. Auch in diesem Fall gab es keine Opfer. Das russische Militär meldete den Abschuss von insgesamt mehr als 370 Drohnen in der Nacht.

Seit mehr als vier Jahren führt Russland seinen Angriffskrieg gegen die Ukraine. Diese wehrt sich nun verstärkt mit Drohnenangriffen, die neben Militärobjekten auch auf Rüstungsbetriebe und strategisch wichtige Anlagen der Ölindustrie zielen. Wegen der ständigen Attacken ist in Russland die Verarbeitung von Öl deutlich gesunken. In praktisch allen russischen Regionen mangelt es an Treibstoff.

Quelle: dpa

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