Urteil gefallen

AfD-Politiker soll 26.400 Euro wegen Volksverhetzung zahlen

08. Juli 2026 , 17:31 Uhr

Es geht um Vorwürfe aus dem Jahr 2023 und unter anderem um Volksverhetzung: Der AfD-Abgeordnete Stadler ist verurteilt worden. Das will er nicht hinnehmen.

Der AfD-Landtagsabgeordnete Ralf Stadler ist vor dem Amtsgericht Passau unter anderem wegen Volksverhetzung zu einer Geldstrafe in Höhe von 26.400 Euro verurteilt worden. Das Urteil ist nicht rechtskräftig. Stadler will das Urteil nicht hinnehmen, wie er der Deutschen Presse-Agentur sagte. Er kündigte Rechtsmittel an.

Der Politiker hatte Einspruch gegen einen Strafbefehl des Amtsgerichtes eingelegt, weswegen es nun zu der Verhandlung kam. Die Ermittlungen führte die Generalstaatsanwaltschaft München, die den Erlass des Strafbefehls beantragt hatte. Vor gut einem Jahr verlor Stadler die Immunität als Abgeordneter des bayerischen Landtags, was den Weg für die Ermittlungen frei machte. 

In dem Strafbefehl wird Stadler dem Gerichtssprecher zufolge unter anderem Gewaltdarstellung mit Verletzung von Persönlichkeitsrechten durch Bildaufnahmen, Volksverhetzung mit Verletzung von Persönlichkeitsrechten durch Bildaufnahmen sowie unberechtigte Verbreitung nicht allgemein zugänglicher personenbezogener Daten vorgeworfen – alle Fälle stammen aus dem Jahr 2023 .

Das Gericht sah die Tatvorwürfe am Ende der Hauptverhandlung als nachgewiesen an, er verurteilte Stadler deswegen zu 160 Tagessätze à 165 Euro, wie der Sprecher mitteilte. Stadler dagegen sagte, er habe die Vorwürfe widerlegt.

Quelle: dpa

Das könnte Dich auch interessieren

16.07.2026 «Die Hölle erlebt» - Lebenslang für Mord an Dreifach-Mutter Auf offener Straße tötet ein Mann in einem Dorf in Niederbayern die Mutter seiner drei Söhne. Jetzt ist das Urteil gesprochen worden. 16.07.2026 AfD-Stadtrat ruft Nazi-Parole - Geldstrafe Ein Stadtrat der AfD hat nach Überzeugung eines Gerichts an einer Tankstelle in Würzburg eine verbotene NS-Parole verwendet – und dafür nun die Quittung bekommen. 29.06.2026 Lebenslang nach Strangulation mit Schal vor fast 42 Jahren DNA-Spuren, neue Ermittlungen und ein Geständnis: Wie ein jahrzehntealter Fall in Aschaffenburg vor Gericht aufgearbeitet wird – und warum es Mord gewesen sein soll. 25.06.2026 Prostituierte erpresst Priester mit Nacktfotos - Haftstrafe Eine Prostituierte erpresst einen Priester mit heimlichen Nacktfotos und erfundenen Krankheitsgeschichten. Das Gericht verhängt nun eine Haftstrafe.