Abschaffung eines christlichen Feiertages: Gewerkschaften und Kirchen lehnen Vorschlag aus der Wirtschaft ab

15. Mai 2025 , 15:15 Uhr

Was kann der Wirtschaft in Deutschland wieder Schwung verleihen – diese Frage bewegt Politik und Experten gleichermaßen. Die Vereinigung der bayerischen Wirtschaft (vbw) hat nun eine Debatte um die Abschaffung eines christlichen Feiertags wie Ostermontag, Pfingstmontag oder dem 2. Weihnachtsfeiertag angeschoben. Die Gewerkschaften in Oberfranken lehnen die Idee ab. Mathias Eckardt, Regionsgeschäftsführer des Deutschen Gewerkschaftsbundes in Oberfranken:

„Ich halte die Forderung der vbw für totalen Unsinn – weil wir in Bayern sind das höchstproduktive Land in Deutschland, gleichzeitig haben wir die meisten Feiertage in Deutschland. Es wäre ja Unsinn zu sagen, wir sparen Feiertage ein um noch hochproduktiver zu werden, wenn wir schon führend unterwegs sind.“

Die Arbeitnehmer stünden momentan ohnehin schon sehr unter Druck, was man an hohen Krankheitsraten ablesen könne, so Eckardt weiter. Die Abschaffung eines Feiertages würde die Situation nicht verbessern, sondern eher verschlimmern. Auch die Kirchen lehnen die Streichung eines christlichen Feiertages zugunsten der Wirtschaft ab.

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