Polizeieinsatz in München

15-Jähriger schießt bei Straßenstreit mit Schreckschusswaffe

11. März 2026 , 14:56 Uhr

Mehrere Menschen geraten in München auf offener Straße aneinander, plötzlich fällt ein Schuss. Ein massiver Polizeieinsatz ist die Folge.

Nach einer gewalttätigen Auseinandersetzung zwischen mehreren Menschen im Münchner Stadtteil Nymphenburg hat die Polizei einen 15-Jährigen festgenommen. Der Jugendliche soll während des eskalierten Streits mindestens einen Schuss aus einer Schreckschusswaffe abgegeben haben.

Wie eine Polizeisprecherin berichtete, gingen mehrere Notrufe ein, wonach sich Gruppen von bis zu 15 Menschen prügeln würden. Zudem seien Schüsse gemeldet worden. Daraufhin sei die Polizei mit mehr als 20 Streifenwagen ausgerückt.

Zufälliges Aufeinandertreffen

Vor Ort trafen die Beamten auf insgesamt 16 Menschen. Zeugen gaben Hinweise auf einen flüchtenden Schützen. Im Zuge einer Sofortfahndung nahmen Einsatzkräfte den 15-Jährigen in der Nähe widerstandslos fest. Die Ermittler gehen derzeit von einem zufälligen Aufeinandertreffen der Beteiligten aus.

Bei dem Vorfall erlitten mindestens drei Menschen Verletzungen, die teilweise vom Rettungsdienst medizinisch versorgt werden mussten. Ein 26-Jähriger zog sich nach Angaben der Sprecherin durch den Schuss ein Knalltrauma zu, während eine 26-Jährige durch stumpfe Gewalt am Kopf verletzt wurde. Auch der 15-Jährige selbst trug Blessuren davon: Laut Polizei hat er Gesichtsverletzungen und möglicherweise eine gebrochene Nase erlitten.

Jugendlicher ist der Polizei bekannt

Auf seiner Flucht ließ der Jugendliche die Schreckschusswaffe zurück. Ermittler stellten am Tatort Waffenteile sowie Munitionshülsen sicher. Gegen den 15-Jährigen wird nun unter anderem wegen gefährlicher Körperverletzung, Bedrohung und Verstößen gegen das Waffengesetz ermittelt.

Der Jugendliche, der der Polizei bereits in der Vergangenheit wegen der illegalen Einfuhr von pyrotechnischen Gegenständen an der tschechischen Grenze aufgefallen war, wurde im Anschluss an die polizeilichen Maßnahmen seinen Eltern übergeben.

Quelle: dpa

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