14 Stunden pro Woche: So viel Zeit für Bürokratie in der Gastronomie

18. März 2025 , 12:00 Uhr

Weniger Bürokratie und mehr Tempo bei der Digitalisierung – das fordern die Unternehmen in der Region schon lange. Die Rufe nach Bürokratieabbau werden auch in der Gastronomie immer lauter. Nach aktuellen Zahlen des Ifo-Instituts kostet Deutschland die überbordende Bürokratie insgesamt 146 Milliarden Euro im Jahr. Alex Schütz vom Hotel- und Gaststättenverband in Kulmbach wundert das nicht. Zum Beispiel müssten Wirte jedes Jahr aufs Neue die Außengastronomie beantragen oder auch mehrmals am Tag die Temperatur ihrer Kühlung kontrollieren und in Ordnern dokumentieren. Das kostet Zeit – laut Alex Schütz durchschnittlich 14 Stunden in der Woche. Viele Regelungen, wie Hygienevorschriften oder der Jugendschutz, seien wichtig und richtig, so Schütz weiter. Allerdings müssten viele Schritte noch einmal überdacht oder digitalisiert und damit vereinfacht werden.

Das könnte Dich auch interessieren

12.03.2025 Bürokratieabbau und Digitalisierung: IHK Delegation zu Besuch in Schweden In Sachen Bürokratieabbau von den Besten lernen – unter diesem Motto stand in der vergangenen Woche eine Reise einer Delegation der Industrie- und Handelskammer nach Schweden. Mit dabei war auch Wolfram Brehm, Hauptgeschäftsführer der IHK für Oberfranken Bayreuth. Schweden ist Vorreiter, wenn es um Bürokratieabbau geht, dabei spielt vor allem die Digitalisierung eine große Rolle. 13.02.2026 Weniger Steuer – aber nicht mehr Lohn?: NGG kritisiert Gastro-Betriebe im Raum Hof Seit Jahresbeginn zahlen Restaurants und Hotels nur noch 7 statt 19 Prozent Mehrwertsteuer. Für viele Betriebe bedeutet das: mehr Geld in der Kasse. Die Gewerkschaft NGG kritisiert aber, dass davon bei den Beschäftigten kaum etwas ankommt. Viele arbeiteten weiterhin nur zum Mindestlohn von 13,90 Euro pro Stunde. Ein spürbarer Preisrückgang für Gäste sei ebenfalls ausgeblieben. 15.01.2026 Entbürokratisierung: Aktive Bürger Selb fordern Bewerbung für Pilotprojekt Erst vor Weihnachten hat Selb einen Nachtragshaushalt beschließen müssen. Die Stadt muss also weiter sparen. Ein Thema, das jetzt auch die Aktiven Bürger Selb im Kommunalwahlkampf aufgreifen. Für die kommende Stadtratssitzung hat die Fraktion einen Antrag gestellt. Die Aktiven Bürger fordern, dass sich Selb als Modellstadt für das Pilotprojekt zur Entbürokratisierung des Freistaats bewirbt. Die 15.12.2025 Erleichterung für Gastronomen: Mehrwertsteuer auf Speisen könnte sinken Seit langem kämpfen die Gastronomen dafür, dass die Mehrwertsteuer auf Speisen und Getränke von 19 auf 7 Prozent gesenkt wird. Sollte der Bundesrat am Freitag (19.12.) grünes Licht geben, sinkt ab dem 1. Januar zumindest die Mehrwertsteuer auf Speisen in der Gastronomie. Laut Alexander Schütz, Vorsitzender des Hotel- und Gaststättenverbands in Kulmbach, wäre das eine