Zum Corona-Ausbruch in Naila: Kritik von der FDP

Eigentlich ist es ein bekanntes Problem, dass die Gefahr eines Corona-Ausbruchs gerade dort besteht, wo viele Menschen zusammenleben und sich nicht isolieren können. Trotzdem gabs nun wieder einen größeren Ausbruch in der Asylbewerberunterkunft in Naila. Die Folge: Die Inzidenz im Landkreis Hof steigt wieder über 50 und damit sind vorerst keine neuen Lockerungen möglich.

Kritik kommt dazu vom FDP Kreisverband Hof-Land. Man habe offenbar nicht aus den Erfahrungen des Ausbruchs im Herbst gelernt und anscheinend kein tragfähiges Hygienekonzept entwickelt, bzw. kontrolliert es nicht. Wenn es mit dem Impfen nicht klappt, müsste eine Testpflicht ähnlich wie an Schulen greifen, meint der FDP-Kreisvorsitzende Klaus Horn. Es bräuchte intensive Sozialarbeit, um den Flüchtlingen die Angst vor der Impfung zu nehmen und Vertrauen aufzubauen. Es ginge wohl das Gerücht um, das Geimpfte schneller abgeschoben würden. Außerdem müssten wie in Köln Impfteams vor Ort kommen. Nach Auffassung der FDP im Landkreis Hof darf es durch die wieder gestiegene Inzidenz keine Auswirkungen auf die Schulen geben und Lockerungen müssten trotzdem geprüft werden – das Ausbruchsgeschehen in Naila sei isoliert und kontrollierbar, so die FDP abschließend.