Zugunglück von Garmisch: Strecke weiter nicht befahrbar

Auch fast drei Wochen nach dem tödlichen Zugunglück in Garmisch-Partenkirchen ist noch immer unklar, wenn die Strecke wieder befahren werden kann. Noch immer seien Teile der Unfallstelle von den Ermittlern nicht freigegeben, sagte Oberstaatsanwältin Andrea Grape am Mittwoch. Eine seriöse zeitliche Prognose sei derzeit nicht möglich. Die Staatsanwaltschaft München II ermittelt wegen eines Anfangsverdachts der fahrlässigen Tötung gegen drei Bahn-Mitarbeiter.

Am vergangenen Freitag war als letztes Zugteil die Lokomotive geborgen worden. Rund um die Unfallstelle müssen nach bisherigen Angaben der Deutschen Bahn (DB) rund 700 Meter Schienen sowie 500 Schwellen erneuert werden. Zudem seien neue Oberleitungen nötig. Dazu müssten auch drei Masten erneuert werden, die teils von umstürzenden Waggons umgerissen wurden und die nun neue Betonfundamente brauchen. Die Arbeiten können erst starten, wenn es eine Freigabe durch die Behörden gibt.

Am Mittag des 3. Juni war ein Regionalzug von Garmisch-Partenkirchen nach München entgleist. Vier Frauen sowie ein 13-Jähriger starben. Fast 70 Menschen wurden verletzt, 16 davon schwer und 52 leicht. Eine Sonderkommission «Zug» ermittelt weiter zur Unglücksursache.