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Sibler will Präsenzunterricht an Unis aufrecht erhalten

Erlangen/Nürnberg (dpa/lby) – Bayerns Wissenschaftsminister Bernd Sibler (CSU) will trotz der angespannten Corona-Lage den Präsenzunterricht an Bayerns Hochschulen aufrecht erhalten. Für ihn stünden «die Präsenzangebote und die Studierbarkeit für alle Studierenden an den bayerischen Hochschulen verbunden mit der bestmöglichen Absicherung des Gesundheitsschutzes im Mittelpunkt dieses Wintersemesters», teilte sein Ministerium am Samstag auf Anfrage mit. «Die hohe Impfquote unserer Studierenden unterstützt die weitgehende Wahrnehmung des Präsenzangebots.»

Zuvor hatte die Universität Erlangen-Nürnberg angekündigt, nur noch genesene und geimpfte Studierende in den Hörsaal zu lassen. «Studierende mit einem Non-2G-Status können nicht an Präsenzveranstaltungen teilnehmen, den Inhalten allerdings online folgen», teilte die Uni auf ihrer Homepage mit. Die Regelung soll von Montag an gelten – mit einer Übergangsfrist bis zum 22. November.

Der CSU-nahe Ring Christlich-Demokratischer Studenten (RCDS) in Bayern kritisierte die Pläne der Hochschule. «Jedem Studenten in Bayern muss der Zugang zu Bildung und Lehre gewährt bleiben», sagte der RCDS-Landesvorsitzende Filip Balzert. «Aus unserer Erfahrung ist die digitale Lehre vielerorts immer noch nicht ausgereift genug, um einzelne Studenten sinnvoll hybrid einbinden zu können.»

Doch hat die Universität mit ihrer Entscheidung offensichtlich nur den derzeit geltenden Vorschriftenrahmen ausgenützt. Die Einführung der 2G-Regel auf der Grundlage der geltenden 14. Bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung sei «grundsätzlich möglich», hieß es dazu aus dem Wissenschaftsministerium. Voraussetzung dafür sei, dass für ungeimpfte Studenten «ein durchgängiges digitales Studienangebot» vorhanden sei und dass Veranstaltungen wie Laborarbeit oder Praktika, bei denen Anwesenheit Voraussetzung ist, weiterhin unter 3G-Bedingungen durchgeführt werden – also mit einer Zulassung von Geimpften, Genesenen und negativ Getesteten.

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