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Wieder etwas mehr freie Intensivbetten in Bayern

München (dpa/lby) – In Bayern hat sich die Lage auf den Intensivstationen nach Angaben des Gesundheitsministeriums wieder etwas entspannt. Derzeit seien im Freistaat 376 Intensivbetten mit invasiver Beatmungsmöglichkeit frei, berichtete eine Ministeriumssprecherin am Sonntag. Vor sechs Tagen waren es rund 300. Das sei allerdings nur eine Momentaufnahme. Die Lage könne sich natürlich wieder ändern, hieß es.

Insgesamt sind den Angaben zufolge derzeit in Bayern 2723 sogenannte ICU-Betten verfügbar. Am Sonntag waren 2347 Betten mit Patienten belegt – davon 798, die an Covid-19 erkrankt sind. ICU-Betten sind Intensivpflegebetten mit invasiver Beatmungsmöglichkeit. Die Behandlung in einem solchen Bett bedeutet zwar nicht zwingend, dass der Patient aktuell beatmet wird. Es kann aber jederzeit dazu kommen, dass sofort eine Beatmung notwendig wird.

In den Landkreisen Landshut, Aichach-Friedberg und Erlangen-Höchstadt war nach Angaben des DIV-Intensivregisters am Sonntag kein einziges Intensiv-Bett mehr frei. In etlichen Landkreisen standen nur ein oder zwei Betten zur Verfügung. Wenn in einem Landkreis keine Betten mehr frei sind, bedeutet dies nicht, dass keine Behandlung mehr möglich ist. Aber neue Intensivpatienten müssen dann zum Teil über weite Entfernungen in andere Krankenhäuser gebracht werden.