© Patrick Pleul

Wetterdienst: Starkregen und Gewitter in Südbayern flauen ab

München (dpa/lby) – Mit einzelnen Schauern und Gewittern müssen die Menschen im südlichen Oberbayern und dem Allgäu in den nächsten Stunden noch rechnen. Am Dienstagnachmittag und -abend werde die Unwetterlage in den bayerischen Alpen jedoch zu Ende gehen, teilte der Deutsche Wetterdienst (DWD) am Dienstagnachmittag in München mit. Lokal sei am südlichen Rand Bayerns Starkregen mit Niederschlagsmengen mit bis zu 15 Liter pro Quadratmeter möglich.

Im niederbayerischen Landkreis Kelheim warnte das Landratsamt am Dienstag vor Hochwasser durch starken Regen. Überlaufende Keller seien nicht auszuschließen, sagte ein Sprecher des Landratsamtes. Bisher sei es aber glimpflich abgelaufen: «An einigen Stellen ist das Wasser ausgeufert, aber davon sind derzeit nur Felder und Wiesen betroffen.» Bewohnte Gebiete seien bislang verschont geblieben. In der Stadt Abensberg seien 15 Feuerwehrleute in Bereitschaft. Sie hätten für eventuelle Notfälle bereits Sandsäcke abgefüllt.

Bereits am Montag hatten Unwetter in Teilen Südbayerns für Schäden gesorgt. Das Polizeipräsidium Schwaben Süd/West in Kempten berichtete von acht Unfällen durch Starkregen auf den Autobahnen 7 und 96. Mehrere Autofahrer seien am Montag trotz Unwetters zu schnell unterwegs gewesen und dadurch ins Schleudern geraten. Meist blieb es den Angaben zufolge bei Blechschäden.

Lediglich ein 32-jähriger Fahrer musste verletzt ins Krankenhaus, nachdem er auf der A7 bei Memmingen gegen die rechte Leitplanke gestoßen war, quer über die Fahrbahn geschleudert wurde und schließlich auf der Überholspur zum Stehen kam. Dabei verlor sein Auto das linke Vorderrad.

Im nördlichen Oberbayern hatte sich die Lage bereits in der Nacht zum Dienstag entspannt, wie einige Polizeidienststellen aus betroffenen Gebieten berichteten. Die Stadt Dorfen im Landkreis Erding hatte am Montag den Katastrophenfall ausgerufen. In einem Ortsteil mussten rund 250 Menschen ihre Häuser verlassen. Am Montagabend beruhigte sich dann die Situation. Eine Sprecherin des Landratsamts Erding bezeichnete die Lage am Dienstag als «stabil». Sollte es nochmal stark regnen, seien erneute Überschwemmungen aber möglich.

Besonders betroffen war am Montag zudem der nördliche Landkreis Freising: In der Gemeinde Au in der Hallertau rückte die Feuerwehr laut einem Sprecher mehr als 50 Mal aus. Zahlreiche Keller liefen voll. Am Dienstagvormittag berichtete das Freisinger Landratsamt jedoch wieder von sinkenden Pegelständen.

© dpa-infocom, dpa:210831-99-35199/4