Werbeoffensive gegen demographischen Wandel: ländliche Regionen wollen Einwohner abwerben

Wie gewinnen Landkreise und Gemeinden im ländlichen Raum neue Bewohner und Fachkräfte für die Wirtschaft? Wie gelingt es, erfolgreich für Zuzug zu werben und damit die Attraktivität als Lebens- und Wirtschaftsraum nachhaltig zu erhöhen? Diese Fragen sind jetzt bei einem Fachforum des Demographie-Zentrums Oberfranken in Vierzehnheiligen im Landkreis Lichtenfels erörtert worden. Viele Dörfer und Kleinstädte in Bayern wollen dem Wachstum der Metropolen nicht mehr tatenlos zusehen und gehen in die Offensive. Die Chancen, mit mutigen Werbekampagnen Erfolg zu haben, stünden gar nicht schlecht, sagt die Vorsitzende von Oberfranken Offensiv, Melanie Huml. Schließlich wollen viele junge Menschen wieder in den ländlichen Raum ziehen. Auch das Fichtelgebirge wirbt seit einigen Wochen in München mit dem Hashtag „Freiraum für Macher“. Hauptargument: man habe im Norden Bayerns etwas zu bieten, wonach man in München lange suchen müsse: bezahlbaren Wohnraum, Kita-Plätze, Sicherheit und vor allem intakte Natur.