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Weniger Verbrenner auf Bayerns Straßen

Flensburg (dpa/lby) – Erstmals seit mindestens einem Jahrzehnt ist die Zahl der mit einem reinen Verbrennungsmotor ausgerüsteten Autos auf Bayerns Straßen gesunken. Ihr Bestand sank 2020 um rund 40 000, wie aus Zahlen des Kraftfahrt-Bundesamts hervorgeht. In den zehn Jahren zuvor war er pro Jahr stets um mehr als 70 000 gestiegen, häufig auch um mehr als 100 000.

Treiber des Rückgangs bei Benzinern und Dieseln war die Tendenz zu Hybriden und Elektroautos, die vergangenes Jahr teilweise mit hohen Summen gefördert wurden. Zudem setzen die Autohersteller vermehrt auf diese Autos um ihre CO2-Ziele zu erreichen. Diese Verschiebung bei den Neuzulassungen machte sich nun auch im Bestand bemerkbar.

Die Zahl der reinen Elektroautos konnte sich binnen Jahresfrist beinahe verdoppeln und stieg auf knapp 60 000. Hybride legten von gut 100 000 auf fast 190 000 zu. Damit bleiben alternative Antriebe trotz aller Zuwächse aber die Ausnahme auf Bayerns Straßen: Sie standen zum Stichtag 1. Januar noch immer 5,02 Millionen reinen Benzinern und 2,85 Millionen reinen Dieselfahrzeugen gegenüber. Die Gesamtzahl der Autos auf bayerischen Straßen stieg auch im Corona-Jahr: Von 8,1 auf 8,2 Millionen.

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