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Zwei Weltkriegsbomben entschärft

Ansbach/Mühldorf (dpa/lby) – In Ansbach mussten die Fachkräfte den Zünder einer Weltkriegsbombe sprengen, in Mühldorf am Inn konnten Sprengmeister eine andere Bombe problemlos entschärfen: Am Donnerstag wurden in Bayern in zwei großangelegten Aktionen Weltkriegsbomben unschädlich gemacht. Bereits am Vortag hatte es in Fürth eine Bombenentschärfung gegeben.

Im oberbayerischen Mühldorf am Inn mussten 3800 Menschen sowie Mitarbeiter von Gewerbebetrieben das Gebiet in einem Radius von einem Kilometer um den Fundort verlassen. Der Bahnhof wurde geräumt, der Zugverkehr vorübergehend eingestellt. Rund 280 Kräfte waren im Einsatz. Ein Polizeihubschrauber suchte das Gebiet vorsorglich mit einer Wärmebildkamera ab, ehe mit der Entschärfung einer 500-Kilogramm-Fliegerbombe begonnen wurde, die tags zuvor bei Sondierungsarbeiten in einem Neubaugebiet gefunden worden war.

Am Nachmittag meldete die Spezialfirma für Kampfmittelräumung, dass von der Bombe keine Gefahr mehr ausgehe, wie das Landratsamt Mühldorf am Inn mitteilte. Straßensperren wurden aufgehoben, die Menschen konnten zurück in ihre Häuser und Wohnungen. Auch der Bahnverkehr wurde wieder aufgenommen.

Kurz zuvor war im mittelfränkischen Ansbach eine 250 Kilogramm schwere amerikanische Fliegerbombe unschädlich gemacht worden. Zunächst hatten die Fachleute den Heckzünder entschärft und den Frontzünder von der Bombe getrennt. Der Frontzünder habe dann aber vor Ort gesprengt werden müssen, teilte die Stadt Ansbach mit. Die Aktion sei ohne Zwischenfälle verlaufen.

Rund 2700 Anwohner sowie eine unbekannte Zahl Beschäftigter, die im Radius von 500 Metern Wohnungen und Arbeitsplätze verlassen hatten, konnten zurückkehren. Die Straßen rundum wurden wieder freigegeben. Im Einsatz waren laut Stadt rund 370 Helfer, darunter fast 130 Feuerwehrleute. Oberbürgermeister Thomas Deffner (CSU) dankte Einsatzkräften und Bürgern.

Die Entschärfung einer Fliegerbombe im rund 40 Kilometer entfernten Fürth hatte sich am Mittwoch bis zum späten Abend hingezogen, da ein Zünder nicht entfernt werden konnte. Deshalb musste der Sprengstoff aus der Bombe entfernt werden, ehe der Zünder gesprengt wurde. Hier hatten rund 1600 Menschen ihre Wohnungen und Arbeitsplätze verlassen müssen. Die Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg war bei Bauarbeiten entdeckt worden.

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