Ein Einsatzwagen der Polizei steht vor einer Dienststelle., © Friso Gentsch/dpa/Symbolbild

Weiter keine konkrete Spur bei 39 Jahre altem Mordfall

Knapp ein halbes Jahr nach der Fernsehfahndung zu einem Mordfall aus dem Jahr 1983 hat die Kripo weiterhin keine konkrete Spur zu einem möglichen Täter. Im Februar hatte die Polizei die Gewalttat an einer Jugendlichen aus Donauwörth groß in der ZDF-Sendung «Aktenzeichen XY… ungelöst» vorgestellt. Danach gingen 195 Hinweise bei den Ermittlern ein.

Diese seien mittlerweile größtenteils abgearbeitet, teilte die Polizei am Donnerstag mit. «Unter den zahlreich eingegangenen Hinweisen war bislang kein entscheidender Hinweis zur Klärung der Tat vorhanden.» Allerdings werde derzeit noch weiteren Hinweisen nachgegangen.

Die 15 Jahre alte Gymnasiastin Simone Langer war am 29. Juli 1983 kurz nach Mitternacht am Ortsrand von Donauwörth überfallen worden. Die Kripo sucht nach einem Kleintransporter, in den das Mädchen gezerrt worden sein soll. Die Leiche der Schülerin wurde zwei Monate später 80 Kilometer entfernt in einem Wald beim mittelfränkischen Allersberg (Landkreis Roth) an der Autobahn 9 (München-Nürnberg) entdeckt.

Durch die TV-Fahndung konnten allerdings vier Männer aus dem Raum Kronach in Oberfranken gefunden werden, die als Zeugen gesucht wurden. Sie hatten damals auf dem Weg an den Bodensee mit ihrem Campingbus nahe dem Tatort eine Panne. Die damals 17 bis 20 Jahre alten Männer hätten sich überwiegend wegen der aktuellen Medienberichterstattung selbst gemeldet, berichtete die Kriminalpolizei. Nach derzeitigem Ermittlungsstand bestehe kein Tatverdacht gegen sie.