© Tobias Hase

Weihnachten: Frühe Christmetten und Gottesdienste digital

München/Würzburg (dpa/lby) – Mit digitalen Gottesdiensten und Christmetten unter strengen Auflagen begehen die Kirchen in Bayern in diesem Jahr das Weihnachtsfest. Die Feiern finden nachmittags oder am frühen Abend statt, teils unter freiem Himmel. Viele werden live im Internet, im Radio oder Fernsehen übertragen, damit möglichst viele Gläubige wenigstens von zu Hause aus teilnehmen können.

Ausgerechnet im christlich geprägten Bayern wird es dieses Jahr keine spätabendlichen Christmetten oder Mitternachtsmessen geben: Kirchgänger müssen spätestens um 21.00 Uhr zu Hause sein – denn von da an gilt bis morgens um 5.00 Uhr bayernweit eine nächtliche sogenannte Ausgangssperre. Während dieser verschärften Ausgangsbeschränkung darf nur auf der Straße sein, wer einen wirklich triftigen Grund hat wie einen medizinischen Notfall.

Der ökumenische Weihnachtsgottesdienst mit Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm und Kardinal Reinhard Marx soll heute um 16.00 Uhr in der Jugendkirche «Vom guten Hirten» in München-Haidhausen gefeiert werden. Er wird live im Internet übertragen. Die Messe im Münchner Liebfrauendom mit dem katholischen Erzbischof von München und Freising, Marx, soll von 19.00 Uhr online gezeigt werden.

Als Zeichen der Hoffnung wollen zahlreiche katholische und evangelische Gemeinden heute zudem um 22.00 Uhr in Bayern die Glocken läuten. Landesbischof Bedford-Strohm predigt außerdem am ersten Feiertag morgens in der Münchner Kirche St. Matthäus.

An Heiligabend um 20.10 Uhr überträgt zudem die ARD nach eigenen Angaben «Das Wort zum Heiligabend», eine fünfminütige ökumenische Ansprache von Bedford-Strohm, der auch Vorsitzender der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) ist, sowie Bischof Georg Bätzing, Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz.