Wegen Waffenbesitzes: Vogtländer soll für zwei Jahre ins Gefängnis

„Keine Sau erkennt hier, was Recht ist“ – mit diesen Worten hat gestern (DI) ein Mann aus Neuensalz im Vogtland sein Urteil am Landgericht Zwickau entgegengenommen. Eigentlich wollte er sich im Berufungsprozess gegen eine vom Amtsgericht Auerbach verhängte Haftstrafe wehren. Bekommen hat er jetzt – in zweiter Instanz – zwei Jahre Haft wegen unerlaubten Waffenbesitzes, Beleidigung und versuchter Körperverletzung.

Bei ihm hatte die Polizei Ende 2016 ein Gewehr und Munition gefunden. Dabei hatte der ehemalige Sportschütze schon mehrere Jahre keinen Waffenschein mehr. Als Reichsbürger wollte sich der 63-jährige nicht bezeichnen lassen, dennoch wurden vor Gericht seine verschrobenen Ansichten deutlich. Sein Auftritt war zudem recht bizarr: Er erschien laut Deutscher Presseagentur in Gummistiefeln, Jeans und mit NVA-Koppel bei der Verhandlung. Eine Woche hat er nun Zeit, um Rechtsmittel einzulegen