Wegen Nazi-Parolen: Kaminkehrer aus dem Landkreis Hof darf nicht mehr für den Bezirk arbeiten

Er hatte Nazi-Parolen gebrüllt und Schüler dazu angestachelt. Dafür hat das Amtsgericht Neumarkt in der Oberpfalz einen Kaminkehrer aus dem Landkreis Hof im September wegen Volksverhetzung verurteilt. Jetzt ist er auch seinen Bezirk los. Wie die Regierung von Oberfranken mitteilt darf er keine hoheitlichen Aufgaben mehr übernehmen. Man habe seine Bestellung zum Bezirksschornsteinfeger aufgehoben.

Der 50 Jahre alte Mann kann allerdings dagegen klagen. Als freier Schornsteinfeger darf er weiterhin arbeiten. Der Kaminkehrer hatte gestanden, vor gut einem Jahr als Ausbilder in der Oberpfalz unter anderem das verbotene Horst-Wessel-Lied gesungen zu haben. Bei der Tat war auch Alkohol im Spiel. Die Regierung von Oberfranken sucht jetzt nach einem neuen Schornsteinfeger für den Bezirk Schwarzenbach an der Saale.