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Eindhoven statt FCA: Max wechselt zum PSV Eindhoven

Augsburg (dpa/lby) – Der FC Chelsea galt mal als möglicher neuer Arbeitgeber von Philipp Max. Atalanta Bergamo hatte im vergangenen Sommer Interesse an dem offensivstarken Linksverteidiger. Nun will der Sohn des früheren Bundesligatorschützenkönigs Martin Max aber bei der PSV Eindhoven seinen nächsten Karriereschritt machen. Beim vom früheren Leverkusener Coach Roger Schmidt betreuten niederländischen Spitzenverein unterschrieb der 26-Jährige einen Vierjahresvertrag.

«Ich hatte eine intensive und schöne Zeit beim FCA und habe hier in der Bundesliga Fuß fassen können. Ich bin sehr dankbar, dass mir als jungem Spieler das Vertrauen entgegengebracht wurde und bin mir sicher, dass ich dieses über die Jahre zurückzahlen konnte», sagte Max. «Nun bin ich froh, dass ich die Möglichkeit erhalte, einen weiteren Schritt in meiner Karriere zu machen.»

Max war im Sommer 2015 vom damaligen Zweitligisten Karlsruher SC für angeblich knapp vier Millionen Euro Ablöse zu den Schwaben gewechselt. In fünf Jahren absolvierte er 156 Pflichtspiele für den FC Augsburg, in denen ihm 15 Tore und 29 Vorlagen gelangen. Höhepunkte für Max waren die Europa-League-Auftritte 2015/16, als erst gegen Jürgen Klopps FC Liverpool in der Zwischenrunde Schluss war. Für knapp zehn Millionen Euro Ablöse soll ihn die PSV nun aus seinem eigentlich noch bis zum 30. Juni 2022 gültigen Vertrag herausgelöst haben.

«Nachdem wir erstmals ein konkretes Kaufangebot für Philipp erhalten haben und er mit seinem deutlichen Wechselwunsch auf uns zugekommen ist, haben wir in intensiven, aber fairen Gesprächen mit Eindhoven dem Wechsel zugestimmt, da das Gesamtpaket des Transfers für uns passt», sagte Augsburgs Manager Stefan Reuter. «Wir hatten gemeinsam sehr erfolgreiche Jahre, mit der Teilnahme an der Europa League als Highlight, und bedanken uns für Philipps Einsatz beim FCA.»

Max gehörte 2016 auch zur deutschen Olympia-Mannschaft, die in Rio de Janeiro Silber gewann. Für eine Nominierung ins A-Team von Bundestrainer Joachim Löw hat es bis heute nicht gereicht. Dieses Ziel will Max in den Niederlanden und mit regelmäßigen Auftritten in der Europa League weiter verfolgen. Zunächst muss die PSV aber die Qualifikation überstehen.

In den Niederlanden vergrößert Max bei der PSV die Fraktion der ehemaligen Bundesligaspieler. Die Torhüter Lars Unnerstall und Yvon Mvogo, Verteidiger Timo Baumgartl und Angreifer Bruma waren schon in Deutschland aktiv.

Augsburgs Trainer Heiko Herrlich muss nun eine Stammkraft ersetzen. In der vergangenen Saison absolvierte Max 31 Bundesligaspiele und traf dabei achtmal – nur Stürmer Florian Niederlechner (13) war für den FCA zielsicherer. In dem Brasilianer Iago und Mads Pedersen aus Dänemark hat Herrlich zwei Alternativen in seinem Kader.