Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck würde es in Sachen «One Love»-Binde «darauf ankommen lassen»., © Michael Kappeler/dpa

Wasserstoffproduktion gefährdet? Offener Brief von Lahovnik und Krasser an Habeck

Seit Mitte September produziert der Elektrolyseur in Wunsiedel aus regenerativen Energien grünen Wasserstoff. Doch Bürgermeister Nicolas Lahovnik und SWW-Geschäftsführer Marco Krasser sehen die Produktion gefährdet. Grund ist die geplante Strompreisbremse des Bundes. In einem offenen Brief wenden sie sich an Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck.

Der Gesetzesentwurf zur Strompreisbremse führe zu Hindernissen für dezentrale Energieversorgungskonzepte nach dem Beispiel Wunsiedels, schreiben Lahovnik und Krasser. Das Gesetz führe dazu, dass die Stadtwerke von den Kunden die teuren Marktpreise verlangen müssen. Allein die Bundesnetzagentur würde über Vergünstigungen entscheiden. Der wirtschaftliche Betrieb der grünen Wasserstoffherstellung würde durch das Gesetz im Keim erstickt, so die Kritik. Das Gesetz führe zu einer Schwächung der lokalen Stadtwerke und einem hohen bürokratischer Aufwand. Der Schaden zulasten der Bürger sei nicht absehbar, so Lahovnik und Krasser.