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Was Bestsellerautorin Tanja Kinkel in Bamberg gelernt hat

München (dpa) – Die Schriftstellerin Tanja Kinkel verdankt ihr Interesse an historischen Romanen ihrer Geburtsstadt. «Wenn man wie ich in Bamberg geboren ist und aufwächst, dann ist einem die Vorliebe für Geschichte schon in die Wiege gelegt. Schließlich ist unsere über tausendjährige Altstadt, durch die ich jeden Morgen auf dem Weg zur Schule lief, zum größten Teil intakt und daher auch Weltkulturerbe», sagte die Autorin der Deutschen Presse-Agentur in München anlässlich ihres 50. Geburtstages am Freitag (27. September). Feiern will die Bestsellerautorin nicht in München, wo sie mittlerweile lebt, sondern «wandernd in den Bergen, damit ich mir sagen kann, dass ich in Form bin für die nächste Jahrhunderthälfte».

Ihre Begeisterung fürs Schreiben entdeckte Kinkel schon als Kind, inspiriert durch die Werke Karl Mays. «Als ich acht Jahre alt war, schrieb ich eine Kurzgeschichte, in der es um einen kleinen Jungen namens Josef ging, der sich bei seinen Hausaufgaben unendlich langweilt, einschläft und im wilden Westen aufwacht, wo er Abenteuer mit Indianern erlebt», erzählte die Autorin. Allerdings habe es noch Jahre gedauert, bis sie die Geschichten anderen gezeigt habe.

Kinkel ist bekannt für Werke wie den zu Beginn der Renaissance spielenden Roman «Die Puppenspieler», der auch verfilmt wurde. Ausgezeichnet wurde sie unter anderem mit dem E.T.A.-Hoffmann-Preis der Stadt Bamberg.