© Marius Becker

Warnstreiks bei der Post in Bayern

München (dpa/lby) – Der Tarifkonflikt bei der Post führt auch in Bayern zu Warnstreiks. Am Mittwoch war das Briefzentrum in München betroffen, in dem laut Gewerkschaft Verdi jeden Tag rund eine Million Briefe bearbeitet werden. Die Gewerkschaft ging von rund 350 Streikenden im Tagesverlauf aus. In den folgenden Tagen sollen dann alleine in Bayern weitere Warnstreiks an rund 80 Standorten mit mehreren Tausend Beteiligten folgen.

Die Post stufte die Auswirkungen des Streiks am Mittag als «überschaubar» ein. Bisher seien keinen größeren Folgen für die Kunden oder die Beförderung von Briefen und Paketen zu erwarten, sagte ein Sprecher. In den stärker betroffenen Regionen würden Sendungen am Folgetag zugestellt. Bundesweit ging die Post bis zum Mittwochmittag von 8000 Paketen und 265 000 Briefen aus, die betroffen seien.

In den Tarifgesprächen liegen die beiden Parteien noch weit auseinander. Nach Gewerkschaftsangaben bietet die Post den bundesweit rund 140 000 Beschäftigten 1,5 Prozent mehr Lohn und Gehalt. Verdi verlangt 5,5 Prozent. Die nächste Verhandlungsrunde soll am 21./22. September stattfinden. Die Post will dann ein konkretes Angebot vorlegen.