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Warnstreik von Busfahrern in drei bayerischen Städten

Aschaffenburg/Coburg/Kaufbeuren (dpa/lby) – Wegen eines Warnstreiks dürfte es am Mittwoch in drei bayerischen Städten zu erheblichen Störungen im Linienbusverkehr kommen. Die Gewerkschaft Verdi hat Busfahrer in Aschaffenburg, Coburg und Kaufbeuren nach eigenen Angaben dazu aufgerufen, die Arbeit niederzulegen. Hintergrund ist ein Tarifstreit im privaten Busgewerbe in Bayern.

In einer ersten Verhandlungsrunde hatte der Landesverband Bayerischer Omnibusunternehmen (LBO) eine «Corona-Pause» bis Januar gefordert. Die von Verdi geforderte Lohnerhöhung sei «zum gegenwärtigen Zeitpunkt in keiner Weise zu realisieren», sagte eine Verbandssprecherin. Verdi betonte dagegen, Tarifabschlüsse in anderen Bundesländern hätten gezeigt, dass eine Lohnerhöhung auch in Corona-Zeiten möglich sei. Weitere Ausstände seien ohne ein Angebot des LBO «sehr wahrscheinlich».

Die SÜC Bus GmbH kündigte am Dienstag an, dass der Coburger Stadtbusverkehr wegen des Streiks am Mittwoch eingestellt werde. «Ein eingeschränkter Busbetrieb könnte eine Überfüllung in den Bussen mit sich bringen, die in Zeiten der Corona-Pandemie nicht verantwortet werden kann», teilte das Unternehmen mit.

In Aschaffenburg wollen die Stadtwerke nach eigenen Angaben zumindest einen Notbetrieb im Linienbusverkehr aufrecht erhalten. Die Verkehrsgesellschaft Kirchweihtal rechnet in Kaufbeuren wegen des Streiks von 4.45 Uhr bis 8.45 Uhr mit Behinderungen und Fahrtausfällen, sagte Geschäftsführer Michael Bechteler. «Die Schüler werden halt nicht in die Schule kommen.»