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Vorwurf aus Tschechien: Deutsche sollen Krankenhausbetten blockieren

Durch verstärkte Grenzkontrollen und die Corona-Testpflicht für Grenzpendler aus Tschechien scheint das Verhältnis zu unseren Nachbarn zunehmend angespannt. Hilfe aus Deutschland will die Regierung im Kampf gegen Corona bisher nicht annehmen. Im Gegenteil. Es gibt ganz neue Vorwürfe.

Es geht um das Krankenhaus in Eger. Wie berichtet, steht das wegen der vielen Corona-Patienten kurz vor dem Kollaps und musste bereits die Geburtsstation schließen und Patienten wegschicken. Jetzt hat der stellvertretende tschechische Gesundheitsminister Vladimir Cerny im Fernsehen auch noch behauptet, dort würde eine relativ große Zahl deutscher Bürger liegen – und damit die Betten blockieren. Ein Kliniksprecher hat das aber bei der Deutschen Presseagentur dementiert: Kein einziger deutscher Covid-19-Patient liegt aktuell in Eger im Krankenhaus. Auf anderen Stationen seien teilweise einzelne deutsche Patienten behandelt worden. Das hatte aber keine Auswirkungen auf die Kapazität der Intensivstation und man unterscheide auch nicht nach Nationalität der Patienten.