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Vor Bund-Länder-Gesprächen: Kretschmer über die Lage in Sachsen

Morgen finden die Bund-Länder-Gespräche zum weiteren Vorgehen in der Corona-Pandemie statt. Um 18 Uhr hat sich heute Sachsens Ministerpräsident in den sozialen Netzwerken an die Bevölkerung gewandt und die Lage im Freistaat nochmals vorgestellt. Demnach sei die Lage noch dramatischer als im letzten Jahr. Er glaube, dass mit der jetzigen Dynamik die Krankenhäuser in jeder Region Deutschlands noch vor Weihnachten überlastet sein werden. Innerhalb eines Tages habe es auf heute über 7.000 neue Fälle gegeben. Das seien Zahlen, die es so vorher noch nicht gegeben habe. Ungeimpfte seien besonders gefähredet.

Neben Gesundheitsministerin Petra Köpping war auch RKI-Chef Lothar Wieler bei dem virtuellen Gespräch dabei. Der Präsident der Sächsischen Hausärzte Torben Ostendorf führte aus, wie überlastet die Hausarztpraxen derzeit sind. Er forderte sofortige Kontaktbeschränkungen und eine Erhöhung der Impfquote. Krankenhauskoordinator Michael Albrecht hat sogar einen zweiwöchigen Lockdown im Freistaat gefordert.

Ab Montag gelten ja in Sachsen neue Regelungen, darunter 3G am Arbeitsplatz, und eine generelle Testpflicht in Alten- und Pflegeheimen sowie Krankenhäusern für Besucher und Beschäftigte. Zudem soll in der Überlastungsstufe 2G im Handel gelten, mit Ausnahme der Grundversorgung.