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Von der Grenzkontrolle in den Knast

Freilassing (dpa/lby) – Gleich zwei per Haftbefehl gesuchte Männer hat die Bundespolizei in Oberbayern bei Grenzkontrollen entdeckt und ins Gefängnis gebracht. Ein 39-Jähriger war am Bahnhof Freilassing in einem Zug unterwegs. Er war vergangenes Jahr wegen eines schweren Diebstahls zu einer neunmonatigen Freiheitsstrafe verurteilt worden, dann aber untergetaucht, wie die Beamten am Freitag mitteilten.

Ebenfalls am Donnerstag kontrollierten Kollegen am Walserberg an der Autobahn 8 einen Mann in einem Fernreisebus, gegen den gleich zwei offene Haftbefehle vorlagen. «Die Staatsanwaltschaft Chemnitz suchte den 61-Jährigen, da er wegen Beleidigung und Sachbeschädigung jeweils zu einer Geldstrafe verurteilt worden war, die er jedoch nie bezahlt hatte», hieß es. Weil der Mann die Schulden auch jetzt nicht begleichen konnte und niemanden wusste, der ihm Geld leihen könnte, kam auch er in ein Gefängnis – wo er nun 186 Tage bleiben muss. Zudem fanden die Bundespolizisten in seinem Gepäck zwei verbotene Messer und zeigten ihn wegen Verstoßes gegen das Waffengesetz an.