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Volkstheater München: Neuer Spielplan soll Jüngere anlocken

München (dpa/lby) – Ohne Motto, aber mit einem neuen «bunten» Spielplan will das Münchner Volkstheater in den kommenden Monaten vor allem junge Menschen anlocken. Er wolle auch gesellschaftspolitischen Themen und Debatten einen Platz auf der Bühne geben, sagte Intendant und Geschäftsführer Christian Stückl am Donnerstag. Die Pause des städtischen Theaters endet am 27. September mit der Premiere der Tragödie «Hedda Gabler».

«Der Spielplan soll bunt sein und davon geprägt sein, was junge Regisseure interessiert», sagte Stückl. Er wünsche sich, dass die Dramaturgen mit ihren eigenen Ideen und Vorschlägen kommen. Geplant sind unter anderem Inszenierungen über das «kollektive Rauscherlebnis» auf dem Oktoberfest («Am Wiesnrand») sowie die wechselhafte Beziehung zwischen einem Schwulenhasser und seinem homosexuellen Sohn («Wer hat meinen Vater umgebracht»).

Die Bühne der Landeshauptstadt will nach Worten von Kulturreferent Anton Biebl «Haltung zeigen», wenn es um Menschenrechte und Gleichberechtigung geht. Jährlich kommen mehr als 100 000 Zuschauer in das Theater, das ab 2021 ein größeres Haus bekommt.