© Pixabay

Volksbegehren „Rettet die Bienen“: Landwirte sprechen sich dagegen aus

Gesucht wird ein Tier mit gelben und schwarzen Streifen. Tiger gibt es bei uns ja maximal im Zoo, genauso selten könnte aber in naher Zukunft der Anblick von Bienen in der Natur sein. Ein Volksbegehren von Naturschützern und Politikern für ein bayerisches Gesetz zum Schutz der Artenvielfalt startet morgen und muss innerhalb von 2 Wochen knapp eine Million Unterschriften sammeln. Damit soll die Zahl der Bienen und anderer Insekten im Freistaat wieder steigen. Allerdings auf Kosten der Landwirte, sagen die.
Zu den Punkten des Volksbegehrens gehört unter anderem, dass ein Zehntel der Offenflächen in Bayern zu Schutzbiotopen werden soll. Viele Landwirte in der Euroherz-Region befürchten nun, dass sie dafür ihr Land zur Verfügung stellen müssen, auch wenn im Gesetzentwurf des Volksbegehrens nicht von landwirtschaftlichen Flächen die Rede ist. Dadurch hätten sie weniger Platz für Getreide, Gemüse oder Vieh. Nicht nur würden sie dadurch weniger Geld verdienen, es gäbe auch weniger regionale Produkte zu kaufen. Außerdem fordern die Initiatoren des Bürgerbegehrens mehr Bio-Produktion von den Landwirten. Die sehen darin einen Kostenanstieg und befürchten, dafür am Ende doch keine Abnehmer zu finden.