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Naturschutzverbände verkünden «Vogel des Jahres» 2022

Berlin/Hilpoltstein (dpa/lby) – Wiedehopf, Mehlschwalbe, Steinschmätzer, Feldsperling oder Bluthänfling – wer wird «Vogel des Jahres» 2022? Zum zweiten Mal hatte die Bevölkerung in Deutschland die Wahl. Bis zuletzt lieferten sich Wiedehopf und Mehlschwalbe nach Angaben des bayerischen Landesbunds für Vogelschutz (LBV) ein Kopf-an-Kopf-Rennen um den Titel.

Bis um 11.00 Uhr am Donnerstag können Vogelfans noch für ihren Favoriten votieren. Weit mehr als 100.000 Menschen haben dies deutschlandweit dem LBV zufolge bereits getan. Wer am Ende den Schnabel vorn hat, wollen die Organisatoren in einem Livestream ab 13.00 Uhr verkünden.

Es ist bereits das zweite Mal, dass der Naturschutzbund Deutschland und der LBV öffentlich zur Wahl des Jahresvogels aufgerufen haben. Den Titel vergeben sie seit 50 Jahren. Der erste «Vogel des Jahres» war 1971 der Wanderfalke. Im Jubiläumsjahr durfte erstmals die Bevölkerung ihren Lieblingsvogel unter den 307 heimischen Arten wählen. Sieger wurde das Rotkehlchen, dicht gefolgt von der Rauchschwalbe.

Bei der aktuellen Wahl haben die Naturschutzverbände eine Vorauswahl getroffen, um das Verfahren abzukürzen und die Aufmerksamkeit auch auf andere Arten zu lenken. Jeder der Kandidaten steht für ein wichtiges Naturschutzthema: Die Mehlschwalbe findet als Gebäudebrüter immer weniger Nistmöglichkeiten. Der Steinschmätzer braucht mehr offenes Brachland. Der Wiedehopf leidet unter dem Einsatz von Pestiziden. Dem Feldsperling fehlen Baumhöhlen zum Brüten und dem Bluthänfling Hecken zum Verstecken.

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