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Vodafone verschärft mit Gigabit-Angebot Münchener Wettbewerb

München (dpa/lby) – In München haben Bewohner künftig mehr Auswahlmöglichkeiten beim superschnellen Internet. Der Kabelnetzbetreiber Vodafone bietet in der Landeshauptstadt fortan Download-Geschwindigkeiten von bis zu einem Gigabit pro Sekunde an, wie der Konzern am Dienstag mitteilte. Für 465 000 Haushalte und damit rund 57 Prozent steht das schnelle Internet über das Kabelnetz von Vodafone fortan zur Verfügung. Über die Kabel hatte der Anbieter bislang TV-Signale übertragen, was auch weiterhin möglich ist.

In ganz Bayern erreicht Vodafone nach eigenen Angaben damit knapp 900 000 Haushalte mit Gigabit-Geschwindigkeiten. «Bis zum Jahresende werden wir über unser Kabelnetz allein in Bayern 2,4 Millionen Haushalte mit Gigabit erreichen», teilte ein Sprecher mit. Wer als Vodafone-Kunde wechselt, zahlt für den entsprechenden Tarif im ersten Jahr 20 Euro im Monat, ab dem zweiten sind es dann knapp 70 Euro.

In München ist Vodafone indes nicht der einzige Anbieter von superschnellem Internet. M-Net, ein Tochterunternehmen der Münchner Stadtwerke, setzt bei dem Ausbau auf Glasfaser, das als leistungsstärkstes Medium für die Internetübertragung gilt. M-Net will damit nach eigenen Angaben in den kommenden drei Jahren 70 Prozent aller Haushalte in der Landeshauptstadt versorgen. Download-Geschwindigkeiten von bis zu einem Gigabit pro Sekunde sind damit ebenfalls kein Problem. Monatliche Kosten für die Verbraucher für diesen Tarif: derzeit 150 Euro.

Weil über die Kabel oft mehrere Kunden in einer Gegend versorgt werden, teilen sie sich auch die Bandbreite. Bei dem beworbenen einem Gigabit pro Sekunde handelt es sich daher nur um einen geschätzten Maximalwert. Im Produktinformationsblatt bei Vodafone heißt es hingegen, dass normalerweise rund 800 Megabit pro Sekunde im Download zur Verfügung stehen, mindestens aber 600. Bei M-Net sind es üblicherwerweise 900 Megabit pro Sekunde.

Die Telekom wiederum treibt derzeit zwar ebenfalls den Glasfaserausbau in Deutschland voran, ist damit allerdings noch nicht bis nach München gekommen. In der Landeshauptstadt setzt der Hauptkonkurrent von Vodafone auf der sogenannten letzten Meile bis zur Haustür nach wie vor auf Kupferkabel, mit denen nur deutlich geringere Geschwindigkeiten von bis zu 100 Megabit pro Sekunde möglich sind.