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Viele Coronafälle in Bayern durch Infektion im Inland

Erlangen (dpa/lby) – Viele der zuletzt in Bayern auf Corona getesteten Menschen haben sich in Deutschland angesteckt. Dies geht aus Daten des Bayerischen Landesamts für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) in Erlangen hervor, wie ein Sprecher Dienstag mitteilte. Zuvor hatte der Bayerische Rundfunk darüber berichtet.

Demnach haben sich von 1613 Fällen aus den vergangenen vier Wochen, zu denen dem LGL ein Ansteckungsort vorliegt, 1269 Menschen am wahrscheinlichsten in Deutschland angesteckt. In 344 Fällen hat die Ansteckung laut LGL im Ausland stattgefunden. Insgesamt wurden dem LGL in den vergangenen vier Wochen 2611 Fälle gemeldet, doch nicht immer sei die Infektionsquelle bekannt, so der Sprecher.

Der Sprecher des LGL wies zudem darauf hin, dass der Anstieg der bayerischen Fallzahlen «zumindest auch auf die zielgerichtete Testung von Reiserückkehrern» zurückzuführen sei. So seien Fälle entdeckt worden, die sonst nicht als solche erkannt worden wären. Die Testergebnisse der Teststationen in Bayern, auch die an den Autobahnen und Flughäfen, fließen in die amtliche Meldestatistik des Freistaats ein, wenn die Getesteten ihren Wohnort in Bayern haben.