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Vermeintliche Schießerei entpuppt sich als Filmdreh

Passau (dpa/lby) – Ein Mann mit einer Schusswaffe und ein Verletzter in einem Innenhof: Zeugen riefen die Polizei in Passau zur Hilfe – die vermeintliche Tat entpuppte sich allerdings als Filmdreh.

Rasch stellten Polizeibeamte fest, dass es sich bei der vermuteten Tat am Mittwochabend um einen Dreh einer Kunstakademie handelte, wie die Polizei am Donnerstag mitteilte. Der Eigentümer des Geländes sei über die Dreharbeiten informiert gewesen.

Am selben Abend rückte die Polizei zu einem Einsatz aus, bei dem zwei Männer angaben, von einem Mann mit einem Sturmgewehr bedroht worden zu sein. Die jeweils 24 und 27 Jahre alten Männer hätten auf einer Parkbank gesessen, als ein Mann gekommen sei und mit einem Sturmgewehr auf sie gezielt habe. Die Polizei geht derzeit davon aus, dass es sich um eine Softair-Waffe handelte.

Der Unbekannte habe den Männern gesagt, dass sie sich auf Privatgrund befänden und er einen Waffenschein habe. Darauf habe er die Waffe durchgeladen und den Männern befohlen, sitzen zu bleiben und verboten die Polizei zu rufen. Der Mann habe sich daraufhin mit einer abseits stehenden Frau getroffen und sei gegangen. Die Fahndung nach dem Mann blieb zunächst erfolglos.

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