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Verhandlung über Werbespruch von Online-Partnervermittlung

München (dpa/lby) – Darf sich das Unternehmen Parship als Deutschlands größte Online-Partnervermittlung bezeichnen? Diese Frage klärt das Oberlandesgericht München (OLG) heute. Dem Berufungsverfahren war ein Urteil des Landgerichts München I vorausgegangen. Die Richter dort hatten einer Unterlassungsklage des Anbieters LoveScout24 stattgegeben und den Werbeslogan «Deutschlands größte (Online-)Partnervermittlung» des Mitbewerbers Parship als unzulässige Alleinstellungsbehauptung bezeichnet. Gegen die Entscheidung hatte Parship Rechtsmittel eingelegt.

Am OLG wollen die beiden Anbieter darüber streiten, ob das Landgericht die Angebote auf dem Online-Dating-Markt hätte genauer unterscheiden müssen. Unter anderem soll es um einen möglichen Unterschied zwischen Single-Börsen und Partnervermittlung gehen. Parship betont nach Gerichtsangaben, größter Anbieter zu sein, weil sich die Größenordnung nach der Anzahl der zahlungspflichtigen Premium-Mitglieder richte. Das Landgericht hatte argumentiert, der Verbraucher unterscheide nicht zwischen kostenlosen Mitgliedschaften und Premium-Angeboten. Daher sei die Zahl von Premium-Kunden nicht das einzige maßgebliche Abgrenzungskriterium.