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Uvex erzielt mit Corona-Schutz Rekordwachstum

Fürth (dpa/lby) – Der Hersteller von Helmen, Sportbrillen und Arbeitsschutz-Ausrüstung, Uvex, hat beim Umsatz im abgelaufenen Geschäftsjahr – auch wegen Corona – ein Rekordwachstum erzielt. Die Erlöse des Familienunternehmens seien um neun Prozent auf 524 Millionen Euro geklettert, teilte Uvex am Dienstag in Fürth mit. Mit einem Anteil von 76 Prozent am Gesamtumsatz bleibe der Bereich Arbeitsschutz der Kern des Unternehmens.

Hier bringt Uvex vor allem Schutzbrillen, aber auch etwa Atemschutzmasken auf den Markt. Auch Uvex-Einmalhandschuhe seien gut angenommen worden – wohl ein Effekt der Corona-Krise. Behördenaufträge für Vollsicht-Schutzbrillen hätten vor allem die Umsätze auf dem deutschen Markt getrieben, wie Firmenchef Michael Winter erläuterte.

Gewachsen sei auch wieder die Sportartikel-Sparte – Zuwächse beim Reitsport und beim Radsport hätten das wegen des weitgehenden Ausfalls der Skisaison eingebrochene Geschäft mit Skibrillen und Skihelmen kompensieren können. «Unser Werk in Obernzell im niederbayrischen Landkreis Passau beispielsweise arbeitete im Drei-Schicht-Betrieb an der Kapazitätsgrenze, um die hohe Nachfrage nach Radhelmen zu bewältigen», sagte Winter. Gleiches gelte für das Werk in Fürth, wo Arbeitsschutzbrillen vom Band liefen. In Rednitzhembach bei Nürnberg baut das Unternehmen ein neues Logistik- und Servicezentrum.

Winter geht davon aus, dass sich die Umsätze mit corona-spezifischen Produkten wie etwa FFP2-Masken im nächsten Geschäftsjahr normalisieren werden. Probleme in den Lieferketten könnten sich zunehmend belastend auswirken. Ungewiss sei noch, wie sich in den kommenden Monaten die Wintersportsaison entwickeln werde.

Die Uvex-Gruppe ist mit 49 Niederlassungen in 22 Ländern vertreten. 60 Prozent der knapp 3000 Mitarbeiter arbeiten den Angaben zufolge in Deutschland. Angaben zum Gewinn macht das Unternehmen traditionell nicht.

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