Urteil rechtskräftig: Bundesgerichtshof lehnt Revision in Giftmord-Prozess ab

Giftmord aus Eifersucht – klingt nach Hollywood oder Historien-Drama, ist so aber vor über einem Jahr im Landkreis Wunsiedel passiert. Es war einer der spektakulärsten Gerichtsprozesse des vergangenen Jahres bei uns.

Die 39-Jährige Miriam P. hatte ein Pärchen aus Nagel im November 2017 besucht und ein tödliches Gastgeschenk mitgebracht – P. war mit der Frau befreundet und wohl heimlich in sie verliebt. Um deren Lebensgefährten aus dem Weg zu räumen hatte sie das mitgebrachte Getränk mit dem Frostschutzmittel Gylkol versetzt. Der Mann trinkt davon und stirbt schließlich nach einem halben Monat im Krankenhaus. Im August erklärt sie das Hofer Landgericht für schuldig und verurteilt sie zu lebenslanger Haft. Miriam P. legt Revision gegen dieses Urteil ein: Sie hätte den Mann nicht töten, sondern nur ins Krankenhaus bringen wollen, um mit der Frau alleine zu sein.

Jetzt hat der Bundesgerichtshof den Revisionsantrag abgelehnt, die Einwände sieht er als unbegründet an. Das Urteil ist damit rechtskräftig und der Fall kann 2019 zu den Akten gelegt werden.