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Lebenslange Haftstrafe nach Raubmord an Bayreuther Rentner

Bayreuth (dpa/lby) – Im Prozess um einen Raubmord an einem 88 Jahre alten Rentner in Bayreuth ist einer der beiden Angeklagten zu einer lebenslangen Haftstrafe verurteilt worden. Das Landgericht sah es am Montag als erwiesen an, dass der 36-Jährige das Opfer ermordet hat. Der zweite Angeklagte erhielt wegen Diebstahls und unterlassener Hilfeleistung eine Haftstrafe von fünf Jahren und zwei Monaten.

Kurz vor Ostern 2017 verschafften sich die beiden Männer aus dem Raum Augsburg dem Gericht zufolge unter einem Vorwand Zutritt zum Haus des 88-Jährigen, um dort nach Wertgegenständen zu suchen. In dem Verfahren hatten sich die beiden Angeklagten gegenseitig vorgeworfen, Schuld am Tod des Opfers zu tragen. Die Richter sahen nun den 36-Jährigen mit deutsch-türkischer Staatsangehörigkeit als Mörder: Er habe dem Rentner die schweren Verletzungen zugefügt, die wenige Tage später zum Tod des Mannes im Krankenhaus führten.

DNA-Spuren am Tatort hatten den Verdacht der Ermittler auf die beiden Männer gelenkt, die sich bei einem früheren Gefängnisaufenthalt kennengelernt hatten. Wie einer der Angeklagten ausgesagt hatte, war es ihr gängiges Muster, sich beispielsweise als neue Nachbarn oder Mitarbeiter des Wasserversorgers auszugeben, um in Wohnungen älterer Menschen zu gelangen: Einer lenkte den Bewohner ab, der andere suchte nach Wertgegenständen.