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Unwetter im Vogtland: Weltuntergangsstimmung in Adorf, Bad Brambach, Oelsnitz und Markneukirchen

Trotz Unwetterwarnung hat damit keiner gerechnet: Im Vogtland schien es am Nachmittag so, als würde die Welt untergehen. Der sintflutartige Regen hat Keller volllaufen lassen, Straßen und Orte überschwemmt. Die Talsperre Pirk lief über, die Weiße Elster verwandelte sich mit kleineren Nebenbächen in reißende Ströme – die Auswirkungen sind heute noch zu spüren.
Besonders schlimm traf es die Städte Adorf, Bad Brambach, Oelsnitz und Markneukirchen: zwei Einkaufsmärkte wurden überflutet, genauso wie mehrere Keller – die Bundesstraßen 92 und 283 waren nicht mehr befahrbar. Bei Adorf überschritt die Weiße Elster zeitweise die höchste Meldestufe 4, das bedeutet, dass in Flussnähe Lebensgefahr bestand!
Auch in Plauen hielt das Unwetter die Feuerwehren auf Trapp – in den Ortsteilen Thiergarten und Straßberg mussten die Ortsdurchfahrten gesperrt werden. Die Feuerwehr riet Betroffenen von vollgelaufenen Kellern dazu, sich soweit möglich selbst zu helfen, da sie mit Flüssen und öffentlichen Straßen alle Hände voll zu tun hatten.

Ein Mann wurde im Oelsnitzer Ortsteil Oberhermsgrün durch einen Blitzschlag verletzt – er war am Donnerstag glücklicherweise der einzige Verletzte, so die Polizei.Die öffentlichen Verkehrsmittel vor allem im westlichen Vogtlandkreis können auch heute noch gar nicht oder nur stark eingeschränkt fahren – eine Übersicht:

  • B92 von Oelsnitz bis Grenzübergang Tschechien gesperrt.
  • B283 zwischen Adorf und Markneukirchen

 

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