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Unfall-Tragödie auf der A9

Kleinliebenau (dpa) – Bei einem schweren Verkehrsunfall auf der Autobahn München-Berlin (A9) bei Leipzig sind vier Menschen ums Leben gekommen. Zudem seien vier weitere Menschen leicht verletzt worden, teilte die Polizei mit.

Der Sattelschlepper aus Thüringen fuhr am Mittag zwischen den Anschlussstellen Großkugel und Leipzig-West auf der rechten Fahrspur in Richtung München. Plötzlich platzte ein Reifen. Das löste den folgenschweren Unfall aus. Der Fahrer verlor die Kontrolle. Der Lastwagen fuhr durch die Mittelleitplanke über alle Spuren der Gegenfahrbahn. Dabei stürzte der geladene orangene Kipper hinunter und prallte gegen ein Auto aus Berlin.

«Das ist von der Anzahl der Toten her einer der schwersten Unfälle, die wir in der Region in den vergangenen Zeit hatten», sagt ein Polizeisprecher. Bei den Getöteten handele es sich um zwei 50 und 82 Jahre alte Männer und zwei 52 und 75 Jahre alten Frauen. Vier weitere Menschen werden verletzt. Der 31 Jahre alte Lastwagenfahrer wurde stationär in einem Krankenhaus aufgenommen. Sein Mitfahrer sowie zwei männliche Insassen eines dritten, in den Unfall verwickelten Autos aus Salzburg wurden leicht verletzt. Auch sie wurden zunächst in Krankenhäuser gebracht.

Die Autobahn 9 wurde in Richtung Berlin gesperrt. Autos, die in dem kilometerlangen Stau an der Landesgrenze zu Sachsen-Anhalt feststeckten, wurden von der Polizei rückwärts über die Anschlussstelle Leipzig-West von der A9 geleitet.

An dem Unglücks-Tieflader sei ein Reifen vorne links geplatzt, sagte eine Polizeisprecherin. Das erkläre auch, warum der Lkw nach links über alle Spuren gezogen sei. Ein Reifenplatzer hinten sei weniger gefährlich als vorne, weil sich die Fahrzeuge dann noch eher unter Kontrolle bringen ließen. Wann die A9 in Richtung Berlin wieder freigegeben werden kann, war zunächst ungewiss. Am Abend dauerte die Sperrung noch an.