Die Grünfläche vor dem Festspielhaus wird bewässert., © Daniel Vogl/dpa/Archivbild

Und sonst noch so? Festspiel-Splitter aus Bayreuth

«NACH TRISTAN» – «TATORT»-KOMMISSARIN IN BAYREUTH

Bayreuth (dpa) – Als Ermittlerin im Franken-«Tatort» hat Schauspielerin Dagmar Manzel vor einigen Jahren in Bayreuth gedreht. Nun ist sie bei den Bayreuther Festspielen zu sehen. Auf der Kulturbühne Reichshof in der Innenstadt tritt sie im Programm «Nach Tristan» auf. Dieser Abend wird nach Motiven des Wagner-Musikdramas «Tristan und Isolde» gestaltet, aber auch mit Szenen aus «Quartett» von Heiner Müller und dem «Totentanz» von August Strindberg. An Manzels Seite spielt Sylvester Groth. Das Programm ist am 26., 28. und 30. Juli zu sehen.

WAGNER FÜR KINDER

Bayreuth (dpa) – Der edle Ritter und der Schwan – «Lohengrin» wird in diesem Jahr für Kinder im Rahmen der Bayreuther Festspiele aufbereitet. Die Kinderoper hat sich in Katharina Wagners Zeit als Festivalchefin fest etabliert am Grünen Hügel, die Kinderfassung des «Lohengrin» kommt auch von der Chefin persönlich. Noch bevor am späten Nachmittag am Montag (25. Juli) das Premierenpublikum «Tristan und Isolde» zu sehen und zu hören bekommt, feiert die Kinderoper am Vormittag Premiere. Das Brandenburgische Staatsorchester aus Frankfurt (Oder) ist dafür engagiert worden.

UMSONST UND DRAUSSEN – OPEN AIR FÜR DIE BAYREUTHER

Bayreuth (dpa) – In «sommerlicher Picknick-Atmosphäre», so heißt es in der Ankündigung, wird in diesem Jahr an zwei Abenden draußen im Festspiel-Park gespielt und gesungen. Der Eintritt ist frei; man wolle damit die Bayreutherinnen und Bayreuther beschenken, hatte Katharina Wagner in einem Interview erklärt. Das Festspielorchester dirigieren Oksana Lyniv (27. Juli) und Constantin Trinks (2. August), zu hören sind namhafte Solistinnen und Solisten, darunter auch Stephen Gould, der «Tristan» und der «Tannhäuser» dieses Sommers.

DEMO GEGEN WAGNER

Bayreuth (dpa) – Am 25. Juli ist also traditionell ganz Bayreuth im Wagner- und Festspielfieber? Nicht ganz. In diesem Jahr soll es eine Demonstration gegen Wagner und das Festival geben. Veranstalter ist der Sozialistisch-Demokratische Studierendenverband an der Uni Bayreuth. Die Initiatoren kritisieren Wagner als «Vordenker des Antisemitismus». Die Festspiele seien ein «Klassenfest für die Reichen und Mächtigen im Land». Zugleich verweisen sie auf die Verstrickungen der Familie Wagner in das NS-Regime. Die Demonstrierenden wollen während der laufenden Vorstellung an den Rand der Sicherheitszone rund um den Grünen Hügel ziehen. Vor Wagners einstigem Wohnhaus Wahnfried planen sie eine Schlusskundgebung.