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Umstrittenes Gomringer-Gedicht kommt an Rehauer Fassade

Nach dem Wirbel um ein angeblich sexistisches Gedicht des Lyrikers Eugen Gomringer an der Fassade einer Berliner Hochschule zieren die Zeilen nun bald eine Hauswand in Gomringers bayerischem Wohnort Rehau. Derzeit laufen dafür die Arbeiten, sagte Bernd Köppel von der Stadt Rehau der Deutschen Presse-Agentur. In etwa einem Monat, am 2. Juni, soll es ein großes Fest geben. Ende Januar hatte der Akademische Senat der Alice Salomon Hochschule in Berlin beschlossen, das auf Spanisch verfasste Gedicht „avenidas“ übermalen zu lassen. Angehörige der Hochschule hatten moniert, „avenidas“ könne Frauen gegenüber als diskriminierend aufgefasst werden. Dabei geht es um den Satz: „Alleen und Blumen und Frauen und ein Bewunderer“. Damit würden Frauen, so die Kritiker, zum Objekt männlicher Bewunderung degradiert. Die Idee, das Gedicht in Rehau großflächig anbringen zu lassen, sei auf dem 93. Geburtstag Gomringers entstanden, so Rehaus Bürgermeister Michael Abraham. Der in Bolivien geborene Gomringer lebt seit 1976 in Rehau und gründete dort im Jahr 2000 das Institut für Konstruktive Kunst und Konkrete Poesie.